Inhalte und Ziele

Das zweitägige Seminar zum Thema „Der Holocaust und andere Genozide“ wurde im Rahmen des Projekts „Entrechtung als Lebenserfahrung“  von Elisabeth Desta konzipiert und richtet sich an Multiplikator_innen der historisch-politischen Bildungsarbeit.
Insbesondere mit Blick auf die Migrationsgesellschaft sind Muliplikator_innen in der Arbeit mit Jugendlichen immer wieder mit Analogien zwischen dem Holocaust und anderen Massenverbrechen konfrontiert. Hinzu kommt die Frage, welche Ereignisse als Genozid definiert werden können.

Ziel des Seminars ist eine Differenzierung der oft synonym verwendeten Begrifflichkeiten Genozid, Massaker, Kriegsverbrechen und ethnische Säuberung. Hierbei werden ein Verständnis für die Stärken und Schwächen des Genozidkonzepts erarbeitet wie auch die Errungenschaften der Genozid-Konvention untersucht. Am Beispiel des Vergleichs zwischen dem Holocaust und dem Genozid in Ruanda erwerben die Teilnehmenden eine Beurteilungskompetenz, die auch bei Vergleichen zwischen anderen historischen Formen der Massengewalt ein Orientierungswissen bietet. Das Seminar ist methodisch vielfältig angelegt und beinhaltet die Arbeit mit historischen Dokumenten, Fotografien, Karikaturen, Hörspielausschnitten und TV-Beiträgen.