Aufbau des Seminars

Im Rahmen eines eintägigen Seminars sollen Strukturen, Ideologien und Kontinuitäten der Ungleichwertigkeit am Beispiel des Antisemitismus erarbeitet und diskutiert werden.

Ausgehend von einem kritischen Blick auf den Umgang mit und die mediale Darstellung von sozial benachteiligten und schwachen Menschen in der Gegenwart, wird der Blick in die Geschichte gerichtet. Am Beispiel der kollektiven Entrechtung von Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus werden exemplarisch die ideologischen Ungleichwertigkeitsvorstellungen in der Diskriminierung von Personengruppen genauer in Augenschein genommen. Es werden die historischen Wurzeln und diskursiven Entwicklungslinien des Antijudaismus, des Antisemitismus und Antizionismus sowie daran anlehnende moderne Entrechtungsdiskurse in Bezug auf gegenwärtige Manifestationen und Dimensionen der Diskriminierung von jüdischen Menschen (z.B. durch sekundären/transformierten Antisemitismus) erarbeitet. Wesentlich sind hierbei ein starker Fokus auf Kontinuitäten des Antisemitismus in der Gegenwart und die Berücksichtigung von sowohl gesamtgesellschaftlich wirkenden Strukturen im Großen als auch den spezifischen Dynamiken am Beispiel von einzelnen Betroffenengruppen im Kleinen.

Dieses Seminar kann sowohl als Angebot für Jugendliche als auch Multiplikator_innen wahrgenommen werden. Im Multiplikator_innen-Angebot stellen zusätzlich Ansätze und Methoden der pädagogischen Vermittlung und Fragen nach zielgruppenspezifischen Zugängen einen besonderen Schwerpunkt dar.