Biografien

Die Deportationen im Herbst 1941 sind der Auftakt zur endgültigen Vernichtung der jüdischen Gemeinden im Deutschen Reich. Kaum einer der Verschleppten überlebte den Holocaust.

Die Biographien der Opfer aus ganz Nordwestdeutschland zeigen den Prozess der stufenweisen Entrechtung einst angesehener Bürgerinnen und Bürger. Die prägnant gehaltenen Texte beantworten dabei nicht alle Fragen. Sie können aber als Ausgangspunkt für weitere Recherchen vor Ort dienen.

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Auswahl Biografien: Transport Bremen / Hamburg – Minsk 18. November 1941

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Hans Leo Brumsack

aus
1915 ‐ ?

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Der Kaufmann Hans Leo Brumsack ist nicht aus Deutschland emigriert, weil er seine krebskranke Mutter pflegen wollte. Sie starb im September 1941. Zwei Monate später wurde er nach Minsk deportiert und dort zu einem unbekannten Zeitpunkt ermordet.

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Adolf Leo Philippsohn

aus
1899 ‐ ?

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Adolf Leo Philippsohn war 42 Jahre alt, als er mit seiner Frau Irmgard und der 13jährigen Tochter Anna Luise mit Rucksäcken am 17. November 1941 auf dem Deich zur Schwebefähre über die Oste ging, um zum Bahnhof in Basbeck zu gelangen. Von dort mussten sie nach Bremen fahren zum Sammelplatz für den Transport nach Hamburg und von dort nach Minsk. Die kleine Familie hatte sich am Vorabend noch von ihren Freunden verabschiedet. Wann und wo Adolf Leo Philippsohn, seine Frau und seine Tochter starben, ist nicht bekannt.

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Henny Cohen

aus
1905 ‐ ?

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Henny Cohen war begeisterte Turnerin im Verein „Gut Heil“. Sie arbeitete im Textilkaufhaus ihres Vaters, das 1935 aufgrund der Boykottmaßnahmen in Konkurs ging. Im Jahr 1941 wohnte sie mit ihren Eltern bei einer anderen jüdischen Familie zur Untermiete. Wann und wo sie starb, ist nicht bekannt.

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Max Löwenstein

aus
1903 ‐ ?

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Max Löwenstein hatte 1941 sein Textilgeschäft längst verloren. Zunehmend bestimmte der Gedanke an Emigration sein Leben. Viele seiner Verwandten konnten sich auf diese Weise retten. Doch Max Löwenstein, seiner Frau und seinen beiden Kindern gelang die Flucht nicht mehr. Wann und wo sie starben, ist nicht bekannt.

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