Film Gespräch

„Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“

Doku-Drama, Deutschland 2017, 110 Minuten, Regie: Claus Räfle

Berlin, 1943. Das Nazi-Regime hat die Reichshauptstadt offiziell für „judenrein“ erklärt. Doch einigen Juden gelingt tatsächlich das Undenkbare. Sie werden unsichtbar für die Behörden. Oft ist es pures Glück und ihre jugendliche Unbekümmertheit, die sie vor dem gefürchteten Zugriff der Gestapo bewahrt. Nur wenige Vertraute wissen von ihrer wahren Identität. Da ist Cioma Schönhaus (Max Mauff), der heimlich Pässe fälscht und so das Leben dutzender anderer Verfolgter zu retten versucht. Die junge Hanni Lévy (Alice Dwyer) blondiert sich die Haare, um als scheinbare Arierin unerkannt über den Ku’damm spazieren zu können. Eugen Friede (Aaron Altaras) verteilt nachts im Widerstand Flugblätter. Tagsüber versteckt er sich in der Uniform der Hitlerjugend und im Schoße einer deutschen Familie. Und schließlich ist da noch Ruth Gumpel (Ruby O. Fee), die, als Kriegerwitwe getarnt, NS-Offizieren Schwarzmarkt-Delikatessen serviert. Sie alle kämpfen für ein Leben in Freiheit, ohne wirklich frei zu sein …

Das Drehbuch basiert auf Interviews, die Regisseur Claus Räfle und Ko-Autorin Alejandra López mit Zeitzeug_innen geführt und in ihren Film integriert haben. Sie widmen sich damit einem weitgehend unbekannten Kapitel des jüdischen Widerstands.

Ort: achteinhalb Kino & Kultur e.V., Hannoversche Str. 30 F, 29221 Celle

Weitere Vorführungen des Films sind am Freitag, 6. und Samstag, 7. April, jeweils um 20.30 Uhr

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Bergen-Belsen und achteinhalb Kino & Kultur e.V., Celle