Seminar

Diskriminierung von Sinti und Roma. Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus

Tagesseminar für Multiplikator_innen der historisch-politischen Bildungsarbeit, in Kooperation mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung

Sinti und Roma leben seit Jahrhunderten in Europa. Vertreibungen, Entrechtung und Versklavung kennzeichnet ihre lange Geschichte in Europa. Hunderttausende Sinti und Roma wurden Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns, in Konzentrations- und Vernichtungslagern und durch Massenerschießungen ermordet.

Erst in der jüngeren Vergangenheit rückte der Völkermord an dieser Bevölkerungsgruppe in den Fokus der Erinnerungspolitik. Viele Jahrzehnte war er ein „vergessener Holocaust“ (Zoni Weisz). Doch auch mit der gedenkpolitischen Anerkennung ist die antiziganistische Diskriminierung nicht einfach aus der Welt. Sinti und Roma werden weiterhin, auch in Deutschland, mit offener Ablehnung und subtiler Diskriminierung konfrontiert.

Das Seminar vermittelt Basiswissen über die (Verfolgungs-) Geschichte der Sinti und Roma, sensibilisiert für aktuelle Formen antiziganistischer Diskriminierung und diskutiert Handlungsstrategien für mehr gesellschaftliche Teilhabe von Sinti und Roma.

Leitung: Bernd Grafe-Ulke und Tobias Neuburger (Projekt „Kompetent gegen Antiziganismus – in Geschichte und Gegenwart“, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten)

Weitere Informationen: www.geschichte-bewusst-sein.de/koga

Anmeldung: http://www.aewb-nds.de/fortbildung/fortbildungsprogramm/