Vortrag

Erinnerungen in bewegenden Bildern

Der Vortrag von Shaun Hermel gibt einen Einblick in Zeitzeugeninterviews als historische Quelle und in die filmische Aufbereitung des Themas Nationalsozialismus

In Zeiten sich wandelnder pädagogischer Vermittlungsmethoden und Rezeptionsgewohnheiten spielen Medien und der Einsatz von Filmen und Videos in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus eine große Rolle. Die Gedenkstätte Ahlem verfügt über einen Gesamtbestand von mehr als 170 Zeitzeugeninterviews mit Überlebenden der NS-Zeit. Eine unschätzbare Quelle für die Bildungsarbeit, vor allem vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und dem Ableben von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die den Nationalsozialismus und Holocaust erlebt haben.

Der Sammlungsbestand geht zurück auf ein Projekt des inzwischen verstorbenen Journalisten Hans-Jürgen Hermel, der über zwei Jahrzehnte lang Zeitzeugen aus der ganzen Welt traf und interviewte. Begleitet wurde er bei dieser Arbeit von seinem Sohn Shaun, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Ahlem und in dieser Funktion verantwortlich für den Aufbau eines Zeitzeugenarchivs und den Einsatz der Interviews in Ausstellungen und der pädagogischen Arbeit.

Die Vortragsveranstaltung gibt einen Einblick in diese Zeitzeugeninterviews als historische Quelle und die filmische Aufbereitung des Themas Nationalsozialismus. Außerdem berichtet Shaun Hermel von den Besonderheiten eines Projektes, in dem Vater und Sohn in der gemeinsamen Arbeit mit den Überlebensgeschichten von Opfern des Holocaust an emotionale Grenzen gestoßen sind, gleichzeitig aber durch die Begegnung mit außergewöhnlichen Menschen auch sehr viel Kraft für die Verarbeitung der Schilderungen gewonnen haben.

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