Gedenkfeier

Gedenkveranstaltung für die ermordeten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter

Die Hinrichtung der Zwangsarbeiterin Ira Wolkowa am 22. März 1945 auf dem Gelände der ehemaligen israelitischen Gartenbauschule bildet den Anlass für die Gedenkstunde. Ira steht dabei stellvertretend für die in Ahlem durch die Gestapo Ermordeten, über deren Schicksal nur wenig überliefert ist. In den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges sind auf dem Gelände der ehemaligen israelitischen Gartenbauschule in Ahlem 59 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ermordet worden. Nach wie vor hat diese Opfergruppe in der öffentlichen Wahrnehmung einen schweren Stand. Vermeintlich günstige Lebensbedingungen und Racheakte nach Kriegsende haben ein Zerrbild entstehen lassen, das die Komplexität und Facetten der Realität von Zwangsarbeit im Dritten Reich nicht abbildet. Um den Opfern der Zwangsarbeit zu gedenken, lädt die Region Hannover mit der Landeshauptstadt Hannover zu dieser gemeinsamen Veranstaltung ein.

Im Mittelpunkt der Gedenkstunde steht die Präsentation von Graffiti-Bildern, die Jugendliche im Rahmen eines Workshops Ende Oktober 2017 in der Gedenkstätte Ahlem unter Anleitung des Graffiti-Künstlers Phillip von Zitzewitz erstellt haben. Dabei haben sie sich künstlerisch mit der Vergangenheit und mit Häftlingskunst in Konzentrationslagern beschäftigt. Ihre beeindruckenden Werke werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Im Anschluss findet am ehemaligen Hinrichtungsort auf dem Gelände der Gartenbauschule die Kranzniederlegung statt.

Veranstalter: Region Hannover, Gedenkstätte Ahlem