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Projektpräsentation

Online-Projekt: 1941 – Erste Deportationen von Juden aus Nordwestdeutschland

Aus Anlass des 75. Jahrestages der ersten Deportationen deutscher Juden in Ghettos und Lager werden auf Geschichte.Bewusst.Sein exemplarische Biografien der 1941 aus Nordwestdeutschland Verschleppten präsentiert:

geschichte-bewusst-sein.de/materialien-im-ueberblick/deportationen-aus-nordwestdeutschland/biografien/

Spätestens mit den Novemberpogromen 1938 ging in Deutschland die Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung in brutale Verfolgung über. Drei Jahre später, im Herbst 1941, begannen die Deportationen jüdischer Männer, Frauen und Kinder in Ghettos und Lager im besetzten Polen und im Baltikum. Auch aus Nordwestdeutschland wurden Tausende Personen verschleppt. Die im Herbst 1941 beginnenden Deportationen waren Transporte in denn Tod – noch vor der berüchtigten Wannseekonferenz. 

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Ausstellung Fortbildung Thematische Führung Vortrag Zeitzeugengespräch

Deportationsort Ahlem – Die „Judentransporte“ ab Hannover 1941-1944

Sonderausstellung mit Begleitprogramm

Die Sonderausstellung der Gedenkstätte Ahlem beschäftigt sich mit der Durchführung der sieben Deportationstransporte ab Ahlem ebenso wie mit den Zielorten Riga, Warschau, Theresienstadt und Auschwitz. Anhand von Biografien werden die Schicksale der Opfer sichtbar, Zeitzeugen berichten in Interviews von den Deportationen und den Zuständen am Deportationsort. Durch die Darstellung der Täter werden außerdem Handlungsspielräume sichtbar gemacht und die Strafverfolgung nach 1945 dargestellt.

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Ausstellung

„Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945

Eine Ausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum

Anfang April 1945, als sich von Westen her die US-Armee näherte, räumte die SS das KZ Mittelbau-Dora im Harz. In aller Hast verlud sie 40.000 Häftlinge in Viehwaggons oder trieb sie zu Fuß Richtung Norden. Etwa die Hälfte der Transporte endete im KZ Bergen-Belsen. Tausende Häftlinge, die ihre Befreiung schon vor Augen hatten, wurden während der Todesmärsche ermordet. Nach dem Krieg bemühten sich die Alliierten, die während der Todesmärsche begangenen Verbrechen aufzuklären. Die meisten Deutschen hingegen lehnten eine Auseinandersetzung mit dem Thema ab.

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Seminar

Bergen-Belsen International Summer School 2017: Call for Papers

Memory in the Digital age: Comparative Memory Studies

31st of July – 6th of August 2017 in Bergen-Belsen Memorial, Germany

Bergen-Belsen is a unique place. Burdened by its war-time function as both a POW- and a concentration camp, it became a symbol of the culmination of human evil. In post-war years, the biggest displaced persons (DP) camp in Germany was established in an army base in close vicinity of the former concentration camp. The DP camp was dissolved in 1950 – the army base is still in use today, clearly noticeable through the sound of guns and grenades which can be heard while exploring the memorial.

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Personen zur Ausstellung "8 Objekte – 8 Schicksale … von 1001 Deportierten nach Riga. Zur Erinnerung an die Deportation aus Hannover vor 75 Jahren"

Ausstellung Thematische Führung Vortrag Zeitzeugengespräch

8 Objekte – 8 Schicksale … von 1001 Deportierten nach Riga

Vom 11.12.2016 bis 05.01.2017 präsentieren die Landeshauptstadt Hannover und die Jüdische Gemeinde Hannover im Bürgersaal des Neuen Rathaus die Ausstellungen:

8 Objekte – 8 Schicksale … von 1001 Deportierten nach Riga – Zur Erinnerung an die Deportation aus Hannover vor 75 Jahren

Neue Epoche für Juden in Deutschland – Ein Viertel Jahrhundert der Jüdischen Migration nach Deutschland: Fakten, Zahlen, Geschichten

Die Ausstellungen sind vom 11. Dezember 2016 bis 5. Januar 2017 täglich von 9-18 Uhr im Bürgersaal des Neuen Rathaus Hannover zu sehen.

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Der Deportationszug auf dem Bielefelder Bahnhof. (Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 300,11/Kriegschronik der Stadt Bielefeld 1941, Bd. 2, Nr. 20)

Vortrag

Neue Quellen zur Riga-Deportation aus Hannover am 15. Dezember 1941

Vortrag von Dr. Hans-Dieter Schmid

Nach einer kurzen Einordnung des Riga-Transports in die Geschichte des Holocaust wird es in dem Vortrag darum gehen, einige neue Quellen zu diesem Transport und die sich aus ihnen ergebenden Erkenntnisse vorzustellen.

Im Mittelpunkt wird ein britischer Geheimdienstbericht von 1944 stehen, der auf den Aussagen eines Augenzeugen in englischer Kriegsgefangenschaft beruht. Der war als junger Kriminalkommissar-Anwärter selbst an der Organisation des Transports beteiligt und wusste über die organisatorischen Zusammenhänge gut Bescheid.

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Gespräch

Mein Großvater war SS-Mann in einem Konzentrationslager – Eine Familiengeschichte

Mit Daniel Manwire und Dr. Dietmar Sedlaczek. Moderation: Dr. Hartmut Wolter (Freie Altenarbeit Göttingen)

Was hat der Nationalsozialismus mit uns zu tun? Erinnern in der zweiten und dritten Generation in deutschen Familien. Auch wenn die historischen Ereignisse bereits mehr als 70 Jahre zurückliegen, wirken sie bis heute nach. Daniel Manwires Großvater war SS-Mann im Jugend-KZ Moringen und Dr. Dietmar Sedlaczek betreut in seiner Funktion als Leiter der KZ-Gedenkstätte Moringen Anfragen aus der Enkel-Generation. Eher beiläufig erfuhr Daniel Manwire von der Geschichte seines Großvaters. Um Gewissheit zu erlangen, startete er eine aufwendige und langjährige historische Recherche. Die Familie kam zusammen, um das Ergebnis zu diskutieren und zu besprechen, wie damit umzugehen sei. So entstand der Wunsch, Kontakt zu den ehemaligen Häftlingen des Jugend-KZ Moringen aufzunehmen.

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"Die Küche". Zeichnung von Zsuzsa Mérenyi (Archiv der Gedenkstätte Bergen-Belsen)

„Die Küche“. Zeichnung von Zsuzsa Mérenyi (Archiv der Gedenkstätte Bergen-Belsen)

Vortrag

Zsuzsa Mérenyi – ein Tagebuch in Bildern

Elke von Meding stellt das Bilderalbum und die Biografie Zsuzsa Mérenyis vor

Zsuzsa Mérenyi wird 1925 als Susanne Schuller, jüngste Tochter ungarischer Juden, in Deutschland geboren. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 geht die Familie zurück nach Budapest. Am 4. Dezember 1944 wird Zsuzsa, zusammen mit ihrer Schwester Lea, nach Bergen-Belsen deportiert. An diesem Tag beginnt sie, die Ereignisse im Lager in Form von Bleistiftzeichnungen in einer Art Tagebuch zu dokumentieren. Beide Schwestern werden am 23. April 1945 bei dem Abtransport ins Ghetto Theresienstadt durch sowjetische Truppen in Tröbitz befreit; Zsuzsa führt ihr Tagebuch noch bis zum 29. Juni 1945.

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Vortrag

Nazi Occupation and the Holocaust in Ukraine – History and Memory

Vortrag von Mikhail Tyaglyy, Ukrainian Center for Holocaust Studies

Einleitung und Moderation: Viola von Cramon

Die Ukraine stellte ein wichtiges Zentrum jüdischen Lebens in Osteuropa dar. Im Jahr 1941 lebten auf dem heutigen ukrainischen Staatsgebiet 2,7 Millionen Juden. Die meisten von ihnen wurden während der nationalsozialistischen Besatzung der Jahre 1941-44 ermordet. In Deutschland ist über den Holocaust in der Ukraine allerdings nur wenig bekannt. Welche Bedeutung haben Orte wie z.B. Babyn Jar, Rawa-Ruska oder Schytomyr? Was wissen wir über die Opfer? Wer waren die Täter? Gab es nach dem Ende der Besatzungszeit jüdisches Leben in der Ukraine? Wie steht es um die Aufarbeitung des Holocaust heute und welche Bedeutung haben dabei zivilgesellschaftliche Initiativen? Antworten auf diese Fragen soll der Vortrag des Historikers Mikhail Tyaglyy vom Ukrainian Center for Holocaust Studies geben.

Die Veranstaltung wird gemeinsam von der KZ-Gedenkstätte Moringen, dem AStA der Georg-August-Universität Göttingen sowie dem Göttinger Arbeitskreis zur Ukraine durchgeführt Der Vortrag ist in englischer Sprache.

Ort: Platz der Göttinger Sieben 5, Raum ZHG 007, 37073 Göttingen

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Tagung

Gedenkstätte Lager Sandbostel: Blick zurück und Blick nach vorn

Eine Tagung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Gedenkstättenvereins Sandbostel

Die anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Gedenkstättenvereins Sandbostel stattfindende Tagung soll dazu dienen, das Vierteljahrhundert seit der Gründung des Vereins am 16. Januar 1992 (unter dem Namen „Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel“) bis zum aktuellen Entwicklungsstand der Gedenkstätte Lager Sandbostel Revue passieren zu lassen und Impulse zur Weiterentwicklung des Gedenkorts Sandbostel zu setzen.

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Konzert

Die Grenzgänger – Und weil der Mensch ein Mensch ist

Konzert zum Holocaustgedenktag

Die Grenzgänger feiern den Mut und die Zivilcourage der vielen tausend Menschen, die sich gegen eine unmenschliche Diktatur wehrten. Sie singen und spielen Lieder und Texte aus den Lagern und Gefängnissen des NS-Staates und dem Widerstand gegen das Hitler-Regime. Angefangen vom Lied der „Moorsoldaten“ bis zum „Buchenwaldlied“ führen die Lieder mitten hinein in die Gedanken und Gefühle der Gefangenen, zeigen ihren Überlebenswillen und sind Ausdruck einer humanitären Gesinnung.
Arrangiert für Cello, Akkordeon und zwei Gitarren, mit Geschichten rund um die Lieder und ihre Verfasser.

Eine Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Moringen in Kooperation mit der Initiative Kunst und Kultur Northeim e.V.

Ort: Muthaus-Saal, 37181 Hardegsen
Eintritt: 10 €

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Marsch polnischer Pfadfinder durch die polnische Enklave Maczków/Haren (Ems), ca. 1945 – 1948. (Privatbesitz Aleksandra Sekowska, Warschau)

Marsch polnischer Pfadfinder durch die polnische Enklave Maczków/Haren (Ems), ca. 1945 – 1948. (Privatbesitz Aleksandra Sekowska, Warschau)

Seminar

Befreit, aber nicht in Freiheit – Wege zurück ins Leben

Seminar in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft niedersächsischer Gedenkstätten und Initiativen zur Erinnerung an die NS-Verbrechen

Im Mittelpunkt dieses Seminars steht eine Beschäftigung mit Lebenswegen und Schicksalen von Befreiten in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Befreite Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter mussten oft noch Monate als Ex-POWs oder DPs in Deutschland bleiben, bevor sie repatriiert wurden. Viele Osteuropäer erlebten nach ihrer Rückkehr in eine zerstörte Heimat wieder Verfolgung oder Ausgrenzung. Deutschen Überlebenden von Lagern und Haftstätten wurde nach ihrer Heimkehr nicht selten argwöhnisch begegnet. Manche wurden weiterhin ausgegrenzt, andere kämpften gegen viele Widerstände um ihre Rehabilitation und Anerkennung als NS-Verfolgte, noch mehr aber schwiegen über ihr Schicksal – auch in der Familie.

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