Der Bann des Fremden. Die fotografische Konstruktion des „Zigeuners“
Vortrag von Dr. Frank Reuter

Vortrag

Der Bann des Fremden: Die fotografische Konstruktion des „Zigeuners“

Seit Jahrhunderten dienen Bilder vom „Zigeuner“ als Projektionsfläche für Überlegenheitsfantasien und Angstbilder, aber auch für erotische und exotische Sehnsüchte. Der Vortrag von Dr. Frank Reuter (Heidelberg) konzentriert sich auf die Rolle visueller Medien bei der Ausformung des „Zigeuner“-Stereotyps. Mit der Fotografie liegt der Fokus auf einem Schlüsselmedium der Moderne, das die Entwicklung des „Zigeuner“-Bildes seit Mitte des 19. Jahrhunderts maßgeblich beeinflusst hat. Fotografie wird dabei weniger als ein Dokumentationsmedium, sondern vielmehr als ein Zuschreibungs- und Markierungsmedium begriffen, das unser Welt- und Menschenbild prägt.

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Bildungsangebote der Gedenkstätte: Medienprojekt, 2012. Foto: Lars Hellwinkel, Archiv GLS

Jugendbegegnung

8. Internationalen Jugendworkcamp 2016

In Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dem Kirchenkreis Bremervörde-Zeven und der Gemeinde Sandbostel lädt die Stiftung Lager Sandbostel vom 13. bis zum 26. Juli 2016 zum 8. Internationalen Jugendworkcamp in Sandbostel ein.  Ziel der internationalen Jugendbegegnungen ist es, die noch vorhandenen Gebäude des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers zu sichern, Spuren aus der Zeit der Nutzung des Lagers Besucherinnen ud Besuchern zugänglich zu machen und der Opfer unter den Kriegsgefangenen und den im April 1945 nach Sandbostel deportierten KZ-Häftlingen zu gedenken.

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Theater

Lebens-Wert oder Wie soll Deine Zukunft sein?

Ein Theater-Projekt zum Kranken-Mord an Kindern und Jugendlichen in der Nazi-Zeit, Ausgrenzung und Fremd-Sein heute, Vielfalt und Teilhabe morgen.

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Teilnehmer_innen der Bergen-Belsen International Summer School tauschen sich in einem Workshop zu ihren Ideen aus, 18. September 2014. Foto: Sytse Wierenga

Allgemein

Bergen-Belsen International Summer School “Perspectives on Memory: Research, Testimonies and the Media”

Die dritte Bergen-Belsen International Summer School, die vom 1.-7. August 2016 in der Gedenkstätte Bergen-Belsen (GBB) stattfindet, widmet sich den Themen Erinnerung, Gedächtnis und Zeitzeugenschaft. Das Programm besteht unter anderem aus Vorlesungen, Workshops, Führungen und einem Tagesausflug nach Hannover. Die Summer School richtet sich an internationale Bachelor- und Masterstudierende verschiedener Fachrichtungen, die mehr über digitale, mediale und globale Entwicklungen von Erinnerungskultur lernen wollen.

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Vortrag

„Gut aufgehoben…“

Das Archiv des Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. setzt sich aus einer Vielzahl an Beständen und ebenso vielen unterschiedlichen Dokumenten, Objekten und Fotos zusammen. Die personenbezogenen Unterlagen bilden hier einen Schwerpunkt. Einen besonderen Bereich bilden die Originalunterlagen zur KZ-Haft, die im Laufe der letzten Jahrzehnte von ehemaligen Häftlingen an das Vereinsarchiv abgegeben worden sind.
Ihnen allen war es wichtig, diese Beweise ihrer Inhaftierung „gut aufgehoben“ zu wissen. Neben einer sicheren Verwahrung werden viele Materialien auch direkt oder indirekt in der Arbeit eingesetzt.
Im Rahmen des Vortrages werden einige Dokumente und Objekte und ihre früheren Besitzer vorgestellt. Außerdem wird den Fragen nach Möglichkeiten und Notwendigkeiten einer archivgerechten Verwahrung nachgegangen.

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Vortrag

„Ewig kann’s nicht Winter sein“

Im Monat August 2016 wird das Lied „Die Moorsoldaten“ 83 Jahre alt. „Ewig kann’s nicht Winter sein“ heißt es darin in der letzten Strophe. Es ist zugleich der Titel einer rund 90-minütigen Veranstaltung, mit der Fietje Ausländer an diesem Sonntag in der Gedenkstätte Esterwegen an die bewegende Geschichte des Liedes erinnern möchte. Die wesentlichen, oft auch ungewöhnlichen Aspekte der Liedgeschichte sollen im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt sowie visuell und akustisch durch Bilddokumente und eine Auswahl von Aufnahmen des Liedes aus den Jahren 1938 bis heute veranschaulicht werden.

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Gedenkstunde Friedhof Jammerta 70 Jahre
Vom Ausländerfriedhof zum Erinnerungsort
23.06.2013

Thematische Führung

Exhumierungen und Umbettungen – Führung auf dem Friedhof Jammertal

Im Frühsommer 1943 wurde mit der Errichtung eines zentralen „Ausländerfriedhofes“ begonnen. Am 20. Juli 1943 fanden die ersten neun Beisetzungen statt. Noch bis 1951 wurden hier „Ausländer“ aus dem Stadtgebiet beerdigt. Auch nach der letzten Bestattung änderte sich die Belegung des Friedhofes. Einerseits wurden nicht-deutsche Kriegsopfer von anderen Friedhöfen in Salzgitter zum Friedhof Jammertal umgebettet, andererseits gab es Exhumierungen und Überführungen in die Heimatländer oder auf zentrale Gräberfelder in anderen Städten.
Welche Gründe gab es für diese Vielzahl an Exhumierungen? Wer war daran beteiligt und wie waren die Abläufe? Und wer waren die Toten?
Diesen und weiteren Fragen wird in der Führung nachgegangen.

Im Anschluss findet auf dem Parkplatz des Friedhofes die DGB-Kundgebung zum Antikriegstag statt.

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Vortrag Workshop

Ausgrenzung und Verfolgung behinderter Menschen während der NS-Zeit

In einer einfachen und verständlichen Sprache wollen wir die Verfolgung von behinderten Menschen während der Nazi-Zeit behandeln. Im ersten Teil der Veranstaltung sollen die Vergangenheit und auch die Gegenwart in den Blick genommen werden.

Susanne Göbel und Uta George beschäftigen sich bereits seit Langem mit der Verfolgung von behinderten Menschen während des Nationalsozialismus. Gemeinsam werden sie in einer einfachen Sprache die Geschehnisse während der Nazi-Diktatur erläutern. Im Anschluss werden junge Menschen der ehemaligen Redaktion der Schülerzeitung „Rhododendron-Blatt“ erzählen, wie sie sich gefühlt haben, als sie zum ersten Mal von ihrem Lehrer von den Taten der Nazis gehört haben. In ihrer letzten Ausgabe vom Februar 2015 hat sich die Schülerzeitung mit dem Thema Nationalsozialismus beschäftigt.

Dem Landesbehindertenbeauftragten der Freien Hansestadt Bremen und den Kooperationspartnern liegt viel daran, dass es während der Veranstaltung auch Zeit gibt, um das Gehörte zu verarbeiten und offene Fragen zu besprechen. Daher soll im zweiten Teil in kleinen Gruppen unter anderem darüber gesprochen werden, was die Geschehnisse von damals heute bedeuten.

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Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen

Seminar

Lebenswege – Neubeginn nach Verfolgung und Flucht

Die Erfahrungen von Verfolgung, Flucht und Neubeginn sind einschneidende Erlebnisse im Leben. Wie gestaltet sich ein Leben, nachdem Verfolgung und Flucht überlebt wurden? Welche Perspektiven gibt es und welche Rolle spielen diese Erfahrungen im Alltag? Welche Möglichkeiten zum Umgang mit dem Erlebten gibt es? Gemeinsam mit Fanny Heymann, die als Kind das Konzentrationslager Bergen-Belsen überlebt hat und dieses Seminar begleiten wird, werden wir uns unter anderem mit diesen Fragen beschäftigen und Antworten suchen.

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Fortbildung

„Menschenrechte“ – „Entrechtung von Menschen mit Behinderungen“ – „Euthanasie“

Lehrkräfte und Multiplikatoren aus Allgemein- und Berufsbildenden Schulen der Sekundarstufe I und II sowie Multiplikatoren aus anderen  Bildungseinrichtungen sind eingeladen, in Workshops verschiedene Methoden und Bildungsmaterialien zu den Themen „Menschenrechte“, „Entrechtung von Menschen mit Behinderungen“ und „Euthanasie“ kennenzulernen.

Die Methoden und Bildungsmaterialien eignen sich für die Unterrichtsfächer Geschichte, Politik, Gesellschaftskunde, Religion, Ethik und Kunst. Sie ermöglichen Schülerinnen und Schülern ab Klasse 7 ein handlungsorientiertes und forschendes Lernen, zwischen 2012 und 2014 wurden sie entwickelt und extern durch die Leuphana Universität Lüneburg evaluiert.

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Thematische Führung

Tag des offenen Denkmals „Gemeinsam Denkmale erhalten“

Rundgang und Busexkursion zu baulichen Überresten des ehemaligen Konzentrationslagers und des früheren DP-Camps Bergen-Belsen auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Bergen-Hohne. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Standortältesten Oberst Jörg Wiederhold. Eine Anmeldung für den Besuch des Kasernengeländes ist unter Angabe von Name und Adresse bis zum 2. September 2016 unter information.bergen-belsen@stiftung-ng.de oder telefonisch unter +49 (0) 5051 – 47 59-200 notwendig. Bei der Busrundfahrt muss ein Lichtbildausweis mitgeführt werden.
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Blick auf einen Teil des ehem. KZ Drütte / Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.

Thematische Führung

Gemeinsam Denkmale erhalten – Tag des offenen Denkmals 2016

„Gemeinsam Denkmale erhalten“ ist in diesem Jahr das Motto des „Tag des offenen Denkmals“. Das Gelände des ehemaligen KZ Drütte steht seit Mai 1989 in Teilen unter Denkmalschutz. Dies geschah vor allem, um den historischen Ort zu erhalten. Damals engagierte sich der Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V., gemeinsame mit Vertretern aus unterschiedlichen Institutionen, wie der IG Metall oder dem Betriebsrat der Hütte, für die Einrichtung einer Gedenkstätte am historischen Ort.
Das Gebäude als Denkmal zu erhalten, aber es trotzdem zu nutzen, ist heute – mehr als 75 Jahre nach seiner Errichtung – eine Aufgabe, die nur gemeinsam geleistet werden kann.
Im Rahmen einer Führung werden Spuren des historischen Ortes gezeigt, aber auch die Gratwanderung zwischen betrieblicher Nutzung und KZ-Gedenkstätte unter Denkmalschutz thematisiert.

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Blick auf den jüdischen Friedhof in Salzgitter-Bad

Copyright:
Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.

Thematische Führung

Der jüdische Friedhof in Salzgitter-Bad – Tag des offenen Denkmals 2016

Am Rande der Altstadt, an der Straße Hinter dem Salze, befindet sich der alte jüdische Friedhof in Salzgitter-Bad. Seit dem 19. Jahrhundert konnten die hier wohnhaften Juden nach jüdischen Beerdigungsriten beigesetzt werden. Heute sind auf einer kleinen Rasenfläche noch 23 Grabsteine zu finden.

Im Rahmen eines Rundganges über den Friedhof soll die Geschichte des Ortes und der dort beigesetzten Menschen in den Fokus gerückt werden. Auch das Motto zum Tag des offenen Denkmals: „Gemeinsam Denkmale erhalten“ wird aufgegriffen.

Hinweis: Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen!

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Lager Dalum Eingang Trafohaus 2013-02-14 CIMG3437

Vortrag

RAD, Stalag, KZ-Außenlager, DP-Camp, JVA – Die wechselvolle Geschichte der Lager auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Geeste

Der Historiker Martin Koers bietet anhand von historischen Aufnahmen einen Überblick über die Historie der Lager in Dalum und Hesepe. Nach der Aufgabe der Reichsarbeitsdienstlager begannen im Frühjahr 1938 die Bauarbeiten für weitere Emslandlager, u.a. das Lager XI Groß Hesepe und XII Dalum. In den Folgejahren erfuhren sie eine wechselvolle Verwendung als Kriegsgefangenenlager und Außenlager des KZ Neuengamme, nach Kriegsende schließlich als Displaced Persons Camp und Justizvollzugsanstalt. Gezeigt werden zahlreiche, bisher weitgehend unbekannte Fotografien aus den verschiedenen zeitlichen Nutzungsphasen der Lager sowie des „Russenfriedhofs“.

www.gedenkstaette-esterwegen.de

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