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Ausstellung

„Das schönste Konzentrationslager Deutschlands“ – Vom KZ Esterwegen zum KZ Sachsenhausen

Die Sonderausstellung zeigt am Beispiel der von dem SS-Architekten Bernhard Kuiper entworfenen Konzentrationslager Esterwegen und Sachsenhausen die Verwandlung von Naturlandschaften in Stätten von Terror und Mord.

Vor dem Hintergrund der im 19. Jahrhundert beginnenden Geschichte von Lagern als provisorischen Massenquartieren zeigt die Ausstellung anhand von Plänen, Fotos, Objekten und Modellen die Planungen und den Aufbau der Konzentrationslager Esterwegen und Sachsenhausen sowie die Biographie des im ostfriesischen Tichelwarf geborenen „Lagerarchitekten“ Bernhard Kuiper, der nach 1945 als freier Architekt in Leer tätig war. Er starb 1988. Gezeigt wird auch, wie die Häftlinge, die unter dem brutalen Arbeitstempo und dem Terror der SS litten, den Aufbau der Lager erlebten.

Eine Ausstellung der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen in Kooperation mit der Gedenkstätte Esterwegen.

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Ausstellung

Zwischen Harz und Heide – Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945

Eine Ausstellung der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Präsentation in der Oberschule Seesen ergänzt um lokale Aspekte und eigene Eindrücke in Auschwitz

In den letzten Kriegswochen eskalierten die NS-Verbrechen – nun nicht mehr im vermeintlich fernen „Osten“, sondern inmitten der deutschen Gesellschaft. Anfang April 1945, als sich von Westen her die US-Armee näherte, räumte die SS das KZ Mittelbau-Dora im Harz. In aller Hast verlud sie 40.000 Häftlinge in Viehwaggons oder trieb sie zu Fuß Richtung Norden. Etwa die Hälfte der Transporte endete im KZ Bergen-Belsen. Tausende Häftlinge, die ihre Befreiung schon vor Augen hatten, wurden während der Todesmärsche ermordet. Nach dem Krieg bemühten sich die Alliierten, die während der Todesmärsche begangenen Verbrechen aufzuklären. Die meisten Deutschen hingegen lehnten eine Auseinandersetzung mit dem Thema ab.

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Goslar-Halle 1

Tagung

Heimat in der Fremde – Zwangsarbeiter, Vertriebene und Flüchtlinge in Deutschland nach 1945

8. Erinnerungskonferenz des Netzwerkes Topographie der Erinnerung in Südniedersachsen

Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation in Europa und in Deutschland schauen wir zurück in die unmittelbaren Nachkriegsjahre. Europa und Deutschland waren durch den Krieg zerstört. Millionen Menschen befanden sich auf der Flucht, irrten als Verschleppte heimatlos herum, warteten als Kriegsgefangene auf ihre Entlassung.

Im Mai 1945 lebten auf dem Gebiet des späteren Niedersachsen etwa 300.000 befreite Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen und Menschen, die aus den Konzentrationslagern befreit worden waren. Hinzu kamen mehr als 1,8 Mio. Flüchtlinge und Vertriebene, die einen Zuwachs der Wohnbevölkerung um beinahe 50% darstellten. Im Vergleich zur aktuellen Situation stellte jener rasante Bevölkerungszuwachs ein wirkliches Problem dar. In der Nachkriegszeit fehlte es allen an Wohnung, Nahrung, Kleidung und Heizung. Die Bevölkerung musste zusammenrücken und mit den Schutzsuchenden teilen.

An den Beispielen Goslar und Moringen zeigen wir, welche Anstrengungen Politik, Verwaltung und Bevölkerung unternahmen, Flüchtlinge und Vertriebene zu versorgen. Während die einen integriert wurden, warteten die anderen auf die Rückkehr in ihre Heimatländer oder die Emigration in ein sicheres Drittland. Dabei waren die Fremden Ressentiments und Vorurteilen sowie bürokratischen Hürden und manchen zwischenmenschlichen Schikanen ausgesetzt. Neben Anfeindungen und Ablehnung erlebten sie aber auch Menschlichkeit.

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Vortrag

Befreit im Land der Täter – Jüdische Displaced Persons (DP) 1945-1950

Im September 1947 lebten 14.000 Juden in Niedersachsen – so viele wie im Jahre 1933. Doch es handelte sich zumeist um Juden osteuropäischer Herkunft und traditioneller religiöser Prägung. Das jüdische DP-Camp Bergen-Belsen stellte mit bis zu 12.000 Personen die größte jüdische Nachkriegsgemeinde dar. Eine Gemeinde auf Zeit: Für die Mehrzahl dieser jüdischen DPs war ein Weiterleben in Deutschland unvorstellbar.

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Lesung

Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen

Lesung mit Jennifer Teege

Es ist ein Schock, der ihr ganzes Selbstverständnis erschüttert: Mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege – durch einen Zufall – wer sie ist. In einer Bibliothek findet sie ein Buch über ihre Mutter und ihren Großvater Amon Göth. Millionen Menschen kennen Göths Geschichte. In Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ ist der brutale KZ-Kommandant der Saufkumpan und Gegenspieler des Judenretters Oskar Schindler. Göth war verantwortlich für den Tod tausender Menschen und wurde 1946 gehängt. Seine Lebensgefährtin Ruth Irene, Jennifer Teeges geliebte Großmutter, begeht 1983 Selbstmord.

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Vortrag

„Grüße aus Farge“. Die Neugestaltung des Bunkers Valentin: U-Boot-Werft – Materialdepot – Denkort

Vortrag von Dr. Marcus Meyer (Bremen)

Am 8. November 2015 wurde in Bremen-Farge der „Denkort Bunker Valentin“ eröffnet. 70 Jahre nach Kriegsende wurde so aus der Ruine eines der größten Rüstungsprojekte der Kriegsmarine ein Ort der Erinnerung und der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Dr. Marcus Meyer, Mitarbeiter der Landeszentrale für politische Bildung in Bremen und wissenschaftlicher Leiter der Denkorts, wird über die Geschichte des Bunkerbaus, die Konzeption des Denkortes und über die inhaltlichen Herausforderungen der Neugestaltung referieren.

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GBB Infotag Programm 2016-10-19

Fortbildung

Infotag in der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Für Studienseminar- und Fachbereichsleitungen der Fächer Kunst, Deutsch, Religion, Englisch, Geschichte, Französisch, Politik, Werte und Normen

Am 19.10.2016, 10-16 Uhr, lädt die Gedenkstätte Bergen-Belsen zu einem Infotag für Studienseminar- und Fachbereichsleitungen ein. Der Tag bietet Ihnen die Möglichkeit, die Gedenkstätte und insbesondere die Arbeit der Abteilung Bildung und Begegnung kennenzulernen. Anhand verschiedener Materialien können Sie sich ein Bild von Inhalten und Methoden der Gedenkstättenpädagogik vor Ort machen.

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Vortrag

Der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion

Vortrag von Prof. Johannes Hürter

Der nationalsozialistische Rassenwahn und Expansionsdrang führten nicht nur zum Zweiten Weltkrieg und zum Holocaust, sondern auch zur Unterdrückung, Ausbeutung und teilweisen Ermordung der nichtjüdischen Bevölkerung im deutsch besetzten Europa. Besonders schlimm traf es die Menschen in den von der Wehrmacht eroberten sowjetischen Gebieten. In seinem Vortrag gibt Prof. Johannes Hürter einen Überblick über die verheerende deutsche Herrschaft im „Ostraum“, über ihre ideologischen Grundlagen, besatzungspolitischen Vorläufer, alltäglichen Praktiken und weitreichenden Wirkungen.

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Thematische Führung

Führung zum Jugend-KZ Moringen

Mit Hans Helms

Entlang des ehemaligen KZ-Geländes und durch die ehemalige SS-Kommandantur geht es zum Gräberfeld der jugendlichen KZ-Häftlinge. Die Häftlinge des Jugend-KZ Moringen waren SS-Terror, Hunger und Zwangsarbeit ausgesetzt. Ab 1941 war das Jugend-KZ Experimentierfeld innerhalb der NS-Rassenpolitik. Unter Leitung von Dr. Robert Ritter versuchten sogenannte Kriminalbiologen, ihre These, wonach Kriminalität und „Asozialität“ erblich bedingt seien, mit pseudowissenschaftlichen Untersuchungen an den Häftlingen zu belegen.

Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Str. 58, 37186 Moringen

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German children, behind an SS man, watch as religious objects from the Zeven synagogue are set on fire during Kristallnacht (the "Night of Broken Glass"). Zeven, Germany, November 10, 1938.

— Leo Baeck Institute (ushmm.org)

Vortrag

Die Nachkriegsprozesse zum Pogrom von 1938 in Zeven

Vortrag von Ronald Sperling

Am 10. November 1938 wurden auch in Zeven die jüdischen Einwohner zusammengetrieben und die Männer verhaftet. Die SA verbrannte das Synagogenmobiliar des erst kürzlich eingerichteten Synagogenraums der Zevener jüdischen Gemeinde öffentlich auf dem Marktplatz. Nach dem Krieg gab es zwei Prozesse gegen die verantwortlichen Nationalsozialisten. In dem Vortrag werden die Ereignisse des Pogroms rekonstruiert und die Nachkriegsprozesse dargestellt.

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Vortrag

Das Internationale Militärtribunal in Nürnberg

Vortrag von Dr. Annette Weinke

Ausgehend von einem kurzen Rückblick auf die Geschichte des Kriegsvölkerrechts seit Ende des 19. Jahrhunderts befasst sich Dr. Annette Weinke in ihrem Vortrag schwerpunktmäßig mit der Frage, welche unterschiedlichen Zielsetzungen die Alliierten 1945 mit der Gründung des Internationalen Militärtribunals in Nürnberg verbanden. In Anknüpfung an Diskussionen, die in den letzten Jahren vor allem in der englischsprachigen Forschung geführt wurden, nimmt sie das zu Kriegszeiten entwickelte Menschenrechtskonzept der Anti-Hitler-Koalition und dessen Bedeutung für Nürnberg, den justiziellen Umgang mit dem Judenmord sowie die neuartigen medialen Vermittlungsstrategien der Anklagevertretung in den Blick.

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Vortrag

Das Jugendkonzentrationslager und der spätere Vernichtungsort Uckermark – ein Einblick

Referentinnen: Anja Becker und eine weitere Referentin der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.

Das ehemalige Konzentrationslager für weibliche Jugendliche und der spätere Vernichtungsort Uckermark zählen zu den vergessenen Lagern des Nationalsozialismus. Die Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark arbeitet seit über 10 Jahren daran, die Geschichte des Lagers zu erforschen, Kontakt zu Überlebenden zu suchen und zu erhalten und in Abstimmung mit diesen auf dem Gelände einen würdigen Gedenkort zu gestalten, eine antifaschistische Erinnerungskultur zu stärken und staatliche Erinnerungspraxen kritisch zu hinterfragen. Mit ihrem Vortrag wollen die Referentinnen einen Einblick in die Geschichte der beiden Lager geben und die Arbeit der Initiative vorstellen.

Ort: Ehemaliges Kommandanturgebäude, Lange Str. 32, 37186 Moringen

Einlass: ab 18.00 Uhr

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Test

Exkursion

Busfahrten zu Stätten von Zwangsarbeit im NS im Landkreis Northeim

Mit Günther Siedbürger

Zwangsarbeit von Ausländerinnen und Ausländern während des Zweiten Weltkrieges war das nationalsozialistische Kriegsverbrechen mit dem größten Umfang und der tiefsten Integration in den Alltag der heimischen Bevölkerung. Auf zwei Busfahrten werden Stätten von NS-Zwangsarbeit im heutigen Landkreis Northeim erkundet und ihre historische Dimension sichtbar gemacht.

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Thematische Führung

Kriegsgräberstätte Sandbostel

Themenrundgang anlässlich des Volkstrauertags 2015

Kaum bekannt ist, dass die heutige Kriegsgräberstätte Sandbostel bereits 1941 explizit als Lagerfriedhof für das Stalag X B angelegt wurde. In der Nachkriegszeit wurde der Friedhof mehrfach umgestaltet. Zentrale Denkmäler, die an die hier ruhenden sowjetischen und polnischen Kriegsgefangenen erinnerten, wurden abgerissen und durch allgemeingültige Denkmäler ersetzt. Eine christliche Symbolik und die Benennung als „Kriegsgräberstätte“ gaben dem Lagerfriedhof eine allgemein verträgliche Gestaltung.

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Fortbildung

Bergen-Belsen – Erinnerungs- und Lernort

Grundlagen, Methoden und Praxis für das Kerncurriculum Geschichte im Bereich Sek II

Einladung zu einer eintägigen Lehrer_Innenfortbildung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Leitung: Doreen Krohne und Joachim Kasten

Als „Stachel der Erinnerung“ bezeichnete Bundespräsident Theodor Heuss die Funktion des Erinnerungsortes Bergen-Belsen bei der Einweihung der Gedenkstätte 1952.
Im Mittelpunkt der praxisnahen Fortbildung steht das Lehren und Lernen über „Geschichts- und Erinnerungskultur“, das als Rahmenthema im Kerncurriculum Geschichte für die gymnasiale Oberstufe aufgeführt ist.
Am Beispiel der Gedenkstätte Bergen-Belsen wird zunächst die Geschichte des historischen Ortes als Kriegsgefangenenlager, Konzentrationslager und Displaced-Persons-Camp vermittelt.

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Test

Exkursion

Busfahrten zu Stätten von Zwangsarbeit im NS im Landkreis Northeim

Mit Günther Siedbürger

Zwangsarbeit von Ausländerinnen und Ausländern während des Zweiten Weltkrieges war das nationalsozialistische Kriegsverbrechen mit dem größten Umfang und der tiefsten Integration in den Alltag der heimischen Bevölkerung. Auf zwei Busfahrten werden Stätten von NS-Zwangsarbeit im heutigen Landkreis Northeim erkundet und ihre historische Dimension sichtbar gemacht.

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Lesung

Die Bücher der Felice Schragenheim

Eine Lesung mit Oskar Ansull

Der dokumentarische Roman „Aimée und Jaguar“ von Erica Fischer und der gleichnamige Film haben das kurze Leben der Felice Schragenheim, die im Frühjahr 1945 im KZ Bergen-Belsen umgekommen ist, einem breiten Publikum nahe gebracht. Bei ihrer geplanten Auswanderung aus NS-Deutschland wollte Felice einen Koffer mit ihren etwa 30 Lieblingsbüchern mitnehmen. Oskar Ansull hat die dokumentierte Bücherliste genommen und die Bücher in den Ausgaben jener Zeit gesammelt. Anhand der Bücher stellt er die junge Frau vor, die gern Journalistin geworden wäre. Unterhaltsam wie nachdenklich zeigt Ansull, was diese Bücher für Felice Schragenheim bedeutet haben müssen.

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Fortbildung

Lernort Bergen-Belsen – Grundlagen, Methoden und Praxis

Einladung zu einer eintägigen Multiplikator_Innenfortbildung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Leitung: Doreen Krohne und Joachim Kasten

Die Vorstellung unterschiedlicher Elemente eines Gedenkstättenbesuchs mit Schüler_Innen der Sekundarstufe I bildet, nach einer Einführung in den historischen Ort, den Schwerpunkt dieser praxisnahen Fortbildung. Darüber hinaus werden sowohl die thematische wie auch die methodische Einbindung des Gedenkstättenbesuchs im Rahmen eines umfassenden Vermittlungsprozesses ausführlich besprochen. Verschiedene Nutzungsmöglichkeiten der Einrichtung sowie gedenkstättenpädagogische Vermittlungsformen und Methoden werden aufgezeigt und können im Verlauf des Seminars gemeinschaftlich diskutiert werden.

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Fortbildung

Antiziganismus – Formen der Diskriminierung

Fortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der niedersächsischen Erwachsenen- und Weiterbildung

Antiziganismuskritische Bildungsarbeit – Einführung

Gegenstand dieses Seminars ist die (selbst-) kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Antiziganismus, der Feindschaft gegen Sinti/Sintize und Roma/Romnja. Sinti und Roma wurden nicht erst im Nationalsozialismus entrechtet, verfolgt und vernichtet. Der Antiziganismus kann vielmehr auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken. Doch die Ausgrenzungsprozesse wirken auch in der Gegenwart fort. Aufgrund der jüngsten Entscheidungen die Westbalkanstaaten zu sicheren Herkunftsstaaten zu erklären, verschärft sich die Situation insbesondere für Roma in Deutschland und Europa erneut.

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Gespräch

Mein Großvater war SS-Mann in einem Konzentrationslager – Eine Familiengeschichte

Mit Daniel Manwire und Dr. Dietmar Sedlaczek. Moderation: Dr. Hartmut Wolter (Freie Altenarbeit Göttingen)

Was hat der Nationalsozialismus mit uns zu tun? Erinnern in der zweiten und dritten Generation in deutschen Familien. Auch wenn die historischen Ereignisse bereits mehr als 70 Jahre zurückliegen, wirken sie bis heute nach. Daniel Manwires Großvater war SS-Mann im Jugend-KZ Moringen und Dr. Dietmar Sedlaczek betreut in seiner Funktion als Leiter der KZ-Gedenkstätte Moringen Anfragen aus der Enkel-Generation. Eher beiläufig erfuhr Daniel Manwire von der Geschichte seines Großvaters. Um Gewissheit zu erlangen, startete er eine aufwendige und langjährige historische Recherche. Die Familie kam zusammen, um das Ergebnis zu diskutieren und zu besprechen, wie damit umzugehen sei. So entstand der Wunsch, Kontakt zu den ehemaligen Häftlingen des Jugend-KZ Moringen aufzunehmen.

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Vortrag

Nazi Occupation and the Holocaust in Ukraine – History and Memory

Vortrag von Mikhail Tyaglyy, Ukrainian Center for Holocaust Studies

Einleitung und Moderation: Viola von Cramon

Die Ukraine stellte ein wichtiges Zentrum jüdischen Lebens in Osteuropa dar. Im Jahr 1941 lebten auf dem heutigen ukrainischen Staatsgebiet 2,7 Millionen Juden. Die meisten von ihnen wurden während der nationalsozialistischen Besatzung der Jahre 1941-44 ermordet. In Deutschland ist über den Holocaust in der Ukraine allerdings nur wenig bekannt. Welche Bedeutung haben Orte wie z.B. Babyn Jar, Rawa-Ruska oder Schytomyr? Was wissen wir über die Opfer? Wer waren die Täter? Gab es nach dem Ende der Besatzungszeit jüdisches Leben in der Ukraine? Wie steht es um die Aufarbeitung des Holocaust heute und welche Bedeutung haben dabei zivilgesellschaftliche Initiativen? Antworten auf diese Fragen soll der Vortrag des Historikers Mikhail Tyaglyy vom Ukrainian Center for Holocaust Studies geben.

Die Veranstaltung wird gemeinsam von der KZ-Gedenkstätte Moringen, dem AStA der Georg-August-Universität Göttingen sowie dem Göttinger Arbeitskreis zur Ukraine durchgeführt Der Vortrag ist in englischer Sprache.

Ort: Platz der Göttinger Sieben 5, Raum ZHG 007, 37073 Göttingen

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Konzert

Die Grenzgänger – Und weil der Mensch ein Mensch ist

Konzert zum Holocaustgedenktag

Die Grenzgänger feiern den Mut und die Zivilcourage der vielen tausend Menschen, die sich gegen eine unmenschliche Diktatur wehrten. Sie singen und spielen Lieder und Texte aus den Lagern und Gefängnissen des NS-Staates und dem Widerstand gegen das Hitler-Regime. Angefangen vom Lied der „Moorsoldaten“ bis zum „Buchenwaldlied“ führen die Lieder mitten hinein in die Gedanken und Gefühle der Gefangenen, zeigen ihren Überlebenswillen und sind Ausdruck einer humanitären Gesinnung.
Arrangiert für Cello, Akkordeon und zwei Gitarren, mit Geschichten rund um die Lieder und ihre Verfasser.

Eine Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Moringen in Kooperation mit der Initiative Kunst und Kultur Northeim e.V.

Ort: Muthaus-Saal, 37181 Hardegsen
Eintritt: 10 €

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