2012-07-10 Holocaust and Jewish Resistance Teachers Programm-Wilbricht (11)

Thematische Führung

Offene Führungen in der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Von Mai bis August bietet die Gedenkstätte Bergen-Belsen eine kostenlose Einführung in die Geschichte und Rundgang durch die Gedenkstätte, das historische Lagergelände und das Dokumentationzentrum in deutscher und englischer Sprache an:

• Im Mai am Sonntag den 8., 15. und 29.

• Im Juni, Juli und August immer am Samstag und Sonntag

Beginn jeweils um 11.30 Uhr und 14.30 Uhr, Treffpunkt am Informationstresen im Dokumentationszentrum

Die Führungen dauern etwa 90 Minuten.

Dies ist ein Angebot für Einzelbesucher_innen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Ausstellung

„Das schönste Konzentrationslager Deutschlands“ – Vom KZ Esterwegen zum KZ Sachsenhausen

Die Sonderausstellung zeigt am Beispiel der von dem SS-Architekten Bernhard Kuiper entworfenen Konzentrationslager Esterwegen und Sachsenhausen die Verwandlung von Naturlandschaften in Stätten von Terror und Mord.

Vor dem Hintergrund der im 19. Jahrhundert beginnenden Geschichte von Lagern als provisorischen Massenquartieren zeigt die Ausstellung anhand von Plänen, Fotos, Objekten und Modellen die Planungen und den Aufbau der Konzentrationslager Esterwegen und Sachsenhausen sowie die Biographie des im ostfriesischen Tichelwarf geborenen „Lagerarchitekten“ Bernhard Kuiper, der nach 1945 als freier Architekt in Leer tätig war. Er starb 1988. Gezeigt wird auch, wie die Häftlinge, die unter dem brutalen Arbeitstempo und dem Terror der SS litten, den Aufbau der Lager erlebten.

Eine Ausstellung der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen in Kooperation mit der Gedenkstätte Esterwegen.

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Theater

Lebens-Wert oder Wie soll Deine Zukunft sein?

Ein Theater-Projekt zum Kranken-Mord an Kindern und Jugendlichen in der Nazi-Zeit, Ausgrenzung und Fremd-Sein heute, Vielfalt und Teilhabe morgen.

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Ausstellung Vortrag Workshop Zeitzeugengespräch

erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Kranke und behinderte Menschen gehören zu den Verfolgten des Nationalsozialismus. Sie galten als Belastung für die deutsche „Volksgemeinschaft“. Bis zu 400.000 Menschen wurden ab 1934 gegen ihren Willen sterilisiert, mehr als 200.000 Menschen aus Heil- und Pflegeanstalten ermordet. Dies geschah inmitten der deutschen Gesellschaft, verantwortet von Psychiatern, Neurologen, Kinder- und anderen Fachärzten, von Verwaltungsfachleuten und Pflegekräften.

Die Ausstellung nimmt die Frage nach dem Wert des Lebens als Leitlinie. Sie erzählt die Geschichte von Ausgrenzung, Zwangssterilisationen und Massenmord, beschäftigt sich mit Opfern, Tätern, Tatbeteiligten und Opponenten und fragt schließlich nach der Auseinandersetzung mit dem Geschehen von 1945 bis heute.

Exemplarische Biografien – auch von Bremer Opfern – ziehen sich durch die gesamte Ausstellung: In den Akten der Opfer werden die vielen verschiedenen Akteure fassbar, die an den Verbrechen beteiligt waren. Ihren Blicken auf Patientinnen und Patienten werden deren eigene Äußerungen gegenübergestellt.

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Ausstellung

Dem Leben hinterher – Fluchtorte jüdischer Verfolgter

Nachdem im Oktober 1941 in Berlin die Deportationen in die Vernichtungslager begonnen hatten, flüchteten mehr als 5000 jüdische Menschen in den Untergrund. Sie waren dabei auf die Hilfe von Freunden und Bekannten – häufig genug auch von gänzlich Unbekannten – angewiesen, um ein Versteck zu finden und das Überleben zu organisieren.

Die Fotografinnen Sibylle Bayer und Daniela Friebel haben damalige Fluchtorte in Berlin und Umgebung aufgesucht und ihr heutiges Aussehen dokumentiert. In kurzen Texten informiert die Ausstellung über die Schicksale, die sich an diesen Stätten zugetragen haben. Unscheinbare Räume und Gebäude stoßen so auf unser Interesse. Erinnerungen an Lebenswillen und Verzweiflung, Hilfsbereitschaft und Verrat geben ihnen eine neue Bedeutung.

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Ausstellung Projektpräsentation

Sichtweisen: Anne F – Ein Kunst- und Kulturprojekt

Ausstellung der Ergebnisse von drei Südstädter Schulen in Hannover

„Das Tagebuch der Anne Frank und Verbrechen im Nationalsozialismus“ war das Projekt-Thema, mit dem sich Schüler und Schülerinnen der Südstadtschule, der Tellkampf Schule und der Ludwig-Windthorst-Schule von März bis Mai 2016 beschäftigt haben. In der künstlerischen Auseinandersetzung, insbesondere mit dem Schicksal von Anne Frank, konnten die Jugendlichen eigene Sichtweisen zu dem Thema finden. Mit den Möglichkeiten verschiedener Kunstgattungen haben sie diese auf besondere Art und Weise zum Ausdruck gebracht. Entstanden sind Kunstobjekte, Foto- und Filmaufnahmen, Theaterszenen und eigene literarische Texte. Unterstützt wurden die Schülergruppen von Bildenden Künstlerinnen der Kunstschule KunstWerk e.V., von Medienexperten des Medienzentrums der Region Hannover, von Theaterpädagoginnen und -pädagogen des Klecks-Theater e.V. sowie einer Expertin der Schule für Literarisches Schreiben Hannover.

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Gedenkstunde Friedhof Jammerta 70 Jahre
Vom Ausländerfriedhof zum Erinnerungsort
23.06.2013

Thematische Führung

Exhumierungen und Umbettungen – Führung auf dem Friedhof Jammertal

Im Frühsommer 1943 wurde mit der Errichtung eines zentralen „Ausländerfriedhofes“ begonnen. Am 20. Juli 1943 fanden die ersten neun Beisetzungen statt. Noch bis 1951 wurden hier „Ausländer“ aus dem Stadtgebiet beerdigt. Auch nach der letzten Bestattung änderte sich die Belegung des Friedhofes. Einerseits wurden nicht-deutsche Kriegsopfer von anderen Friedhöfen in Salzgitter zum Friedhof Jammertal umgebettet, andererseits gab es Exhumierungen und Überführungen in die Heimatländer oder auf zentrale Gräberfelder in anderen Städten.
Welche Gründe gab es für diese Vielzahl an Exhumierungen? Wer war daran beteiligt und wie waren die Abläufe? Und wer waren die Toten?
Diesen und weiteren Fragen wird in der Führung nachgegangen.

Im Anschluss findet auf dem Parkplatz des Friedhofes die DGB-Kundgebung zum Antikriegstag statt.

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Vortrag Workshop

Ausgrenzung und Verfolgung behinderter Menschen während der NS-Zeit

In einer einfachen und verständlichen Sprache wollen wir die Verfolgung von behinderten Menschen während der Nazi-Zeit behandeln. Im ersten Teil der Veranstaltung sollen die Vergangenheit und auch die Gegenwart in den Blick genommen werden.

Susanne Göbel und Uta George beschäftigen sich bereits seit Langem mit der Verfolgung von behinderten Menschen während des Nationalsozialismus. Gemeinsam werden sie in einer einfachen Sprache die Geschehnisse während der Nazi-Diktatur erläutern. Im Anschluss werden junge Menschen der ehemaligen Redaktion der Schülerzeitung „Rhododendron-Blatt“ erzählen, wie sie sich gefühlt haben, als sie zum ersten Mal von ihrem Lehrer von den Taten der Nazis gehört haben. In ihrer letzten Ausgabe vom Februar 2015 hat sich die Schülerzeitung mit dem Thema Nationalsozialismus beschäftigt.

Dem Landesbehindertenbeauftragten der Freien Hansestadt Bremen und den Kooperationspartnern liegt viel daran, dass es während der Veranstaltung auch Zeit gibt, um das Gehörte zu verarbeiten und offene Fragen zu besprechen. Daher soll im zweiten Teil in kleinen Gruppen unter anderem darüber gesprochen werden, was die Geschehnisse von damals heute bedeuten.

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Vortrag

Der deutsche Angriff auf Polen

Vortrag von Dr. Alexa Stiller

Die ersten Personen, die die deutsche Wehrmacht und die Sicherheitsorgane im Zuge der Besatzung Polens internierten, deportierten und ermordeten, waren so genannte Aufständische. Darunter subsumierten die militärischen und zivilen Dienststellen die gesamte polnische und jüdische Intelligenzija, d.h. nicht nur die staatliche, sondern auch die gesellschaftliche und religiöse Funktionselite. In den Fokus der Verfolgung gerieten darüber hinaus Personen, die als „Deutschenhasser“ galten, in der Zwischenkriegszeit Zugewanderte und „rassisch Minderwertige“.

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Exkursion

Geschichte erfahren. Bus-Exkursion zu Stätten der NS-Zwangsarbeit im Landkreis Göttingen II

Auf zwei Bus-Exkursionen, die in Verbindung mit der Göttinger Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ stattfinden, werden am 20. August und am 3. September 2016 historische Orte von NS-Zwangsarbeit im östlichen und westlichen Teil des Landkreises Göttingen besucht.

20.8.2016, 11:45 – 17:30 Uhr
Ziele u.a.: Ebergötzen, Gieboldehausen, Rhumpsringe, Nesselröden und Diemarden

3.9.2016, 11:45 – 17:30 Uhr
Ziele u.a.: Rosdorf, Hedemünden, Scheden und Dransfeld

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Fortbildung

„Menschenrechte“ – „Entrechtung von Menschen mit Behinderungen“ – „Euthanasie“

Lehrkräfte und Multiplikatoren aus Allgemein- und Berufsbildenden Schulen der Sekundarstufe I und II sowie Multiplikatoren aus anderen  Bildungseinrichtungen sind eingeladen, in Workshops verschiedene Methoden und Bildungsmaterialien zu den Themen „Menschenrechte“, „Entrechtung von Menschen mit Behinderungen“ und „Euthanasie“ kennenzulernen.

Die Methoden und Bildungsmaterialien eignen sich für die Unterrichtsfächer Geschichte, Politik, Gesellschaftskunde, Religion, Ethik und Kunst. Sie ermöglichen Schülerinnen und Schülern ab Klasse 7 ein handlungsorientiertes und forschendes Lernen, zwischen 2012 und 2014 wurden sie entwickelt und extern durch die Leuphana Universität Lüneburg evaluiert.

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Thematische Führung

Tag des offenen Denkmals „Gemeinsam Denkmale erhalten“

Rundgang und Busexkursion zu baulichen Überresten des ehemaligen Konzentrationslagers und des früheren DP-Camps Bergen-Belsen auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Bergen-Hohne. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Standortältesten Oberst Jörg Wiederhold. Eine Anmeldung für den Besuch des Kasernengeländes ist unter Angabe von Name und Adresse bis zum 2. September 2016 unter information.bergen-belsen@stiftung-ng.de oder telefonisch unter +49 (0) 5051 – 47 59-200 notwendig. Bei der Busrundfahrt muss ein Lichtbildausweis mitgeführt werden.
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Blick auf einen Teil des ehem. KZ Drütte / Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.

Thematische Führung

Gemeinsam Denkmale erhalten – Tag des offenen Denkmals 2016

„Gemeinsam Denkmale erhalten“ ist in diesem Jahr das Motto des „Tag des offenen Denkmals“. Das Gelände des ehemaligen KZ Drütte steht seit Mai 1989 in Teilen unter Denkmalschutz. Dies geschah vor allem, um den historischen Ort zu erhalten. Damals engagierte sich der Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V., gemeinsame mit Vertretern aus unterschiedlichen Institutionen, wie der IG Metall oder dem Betriebsrat der Hütte, für die Einrichtung einer Gedenkstätte am historischen Ort.
Das Gebäude als Denkmal zu erhalten, aber es trotzdem zu nutzen, ist heute – mehr als 75 Jahre nach seiner Errichtung – eine Aufgabe, die nur gemeinsam geleistet werden kann.
Im Rahmen einer Führung werden Spuren des historischen Ortes gezeigt, aber auch die Gratwanderung zwischen betrieblicher Nutzung und KZ-Gedenkstätte unter Denkmalschutz thematisiert.

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Blick auf den jüdischen Friedhof in Salzgitter-Bad

Copyright:
Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.

Thematische Führung

Der jüdische Friedhof in Salzgitter-Bad – Tag des offenen Denkmals 2016

Am Rande der Altstadt, an der Straße Hinter dem Salze, befindet sich der alte jüdische Friedhof in Salzgitter-Bad. Seit dem 19. Jahrhundert konnten die hier wohnhaften Juden nach jüdischen Beerdigungsriten beigesetzt werden. Heute sind auf einer kleinen Rasenfläche noch 23 Grabsteine zu finden.

Im Rahmen eines Rundganges über den Friedhof soll die Geschichte des Ortes und der dort beigesetzten Menschen in den Fokus gerückt werden. Auch das Motto zum Tag des offenen Denkmals: „Gemeinsam Denkmale erhalten“ wird aufgegriffen.

Hinweis: Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen!

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Aktionstag Thematische Führung

Tag des offenen Denkmals in der Gedenkstätte Lager Sandbostel

Am 11. September findet der jährlich von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit ausgetragene „Tag des offenen Denkmals“ statt. Das diesjährige Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ bietet Anlass, sich insbesondere über das umfangreiche und vielschichtige ehrenamtliche Engagement von Unterstützerinnen und Unterstützern der Gedenkstätte Lager Sandbostel zu informieren, seien es ganz praktische Sanierungs-, Aufräum- und Pflegearbeiten oder die gedenkstättenpädagogische Vermittlung und die Ausstellungsbetreuung.

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Theater Thematische Führung

Führung mit stille hunde theaterproduktionen und der KGS Moringen

Tag des offenen Denkmals: Rundgang über das ehemalige Lagergelände des KZ-Moringen
Auf der Grundlage historischer Dokumente und Interviews in Szene gesetzt und gespielt von stille hunde theaterproduktionen und Schüler_innen der KGS Moringen.

Der Tag des offenen Denkmals 2016 steht unter dem Motto „Gemeinsam Denkmäler erhalten“. Dies gilt umso mehr, wenn nicht nur das Baudenkmal, sondern auch seine Geschichte bedeutend ist. Im Mittelpunkt des szenischen Rundgangs steht der Gebäudekomplex des ehemaligen Konzentrationslagers Moringen. Das in der NS-Zeit als Kommandantur genutzte Gebäude wurde im 18. Jahrhundert als Waisenhaus errichtet. Im 19. Jahrhundert kam es zu baulichen Erweiterungen für ein Werkund Arbeitshaus. Dies bestand bis 1944 fort, parallel zu den Konzentrationslagern, die in diesen Gebäuden zwischen 1933 und 1945 existierten. Bis 1951 wurden sie als DP-Camp genutzt. Heute befindet sich hier das Maßregelvollzugszentrum Moringen. Seit 1986 erinnert ein Gedenkraum in der ehemaligen Kommandantur an die Geschichte dieses Gebäudes.

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Thematische Führung

Führung zum Frauen-KZ Moringen

Mit Annegrit Berghoff

Zwischen Oktober 1933 und März 1938 wurden in Moringen annähernd 1.400 Frauen inhaftiert, zumeist Zeuginnen Jehovas und Frauen aus dem politischen Widerstand. „Rassenschande“, abfällige Äußerungen über das NS-System, eine Remigration ins Deutsche Reich und andere Gründe konnten ebenfalls zu einer
Einweisung in das Frauen-KZ führen.

Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Straße 58, 37186 Moringen
Nähere Informationen und Anmeldung: 05554/2520, info@gedenkstaette-moringen.de

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Lager Dalum Eingang Trafohaus 2013-02-14 CIMG3437

Vortrag

RAD, Stalag, KZ-Außenlager, DP-Camp, JVA – Die wechselvolle Geschichte der Lager auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Geeste

Der Historiker Martin Koers bietet anhand von historischen Aufnahmen einen Überblick über die Historie der Lager in Dalum und Hesepe. Nach der Aufgabe der Reichsarbeitsdienstlager begannen im Frühjahr 1938 die Bauarbeiten für weitere Emslandlager, u.a. das Lager XI Groß Hesepe und XII Dalum. In den Folgejahren erfuhren sie eine wechselvolle Verwendung als Kriegsgefangenenlager und Außenlager des KZ Neuengamme, nach Kriegsende schließlich als Displaced Persons Camp und Justizvollzugsanstalt. Gezeigt werden zahlreiche, bisher weitgehend unbekannte Fotografien aus den verschiedenen zeitlichen Nutzungsphasen der Lager sowie des „Russenfriedhofs“.

www.gedenkstaette-esterwegen.de

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Vortrag

Die Lagerbibliotheken im Kriegsgefangenenlager (Stalag) X B Sandbostel

Vortrag von Annika Schmitt

Im Stalag X B gab es mehrere Bibliotheken, in denen sich Kriegsgefangene Bücher ausleihen konnten. Die Bibliotheken wurden von den Kriegsgefangenen selbst betrieben und waren den nationalen Gefangenengruppen zugeordnet; die Buchbestände kamen aus Hilfslieferungen.

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Tagung Netzwerk 2016

Tagung

Ganz normales Amtswalten: Zum Handeln staatlicher Organe im Nationalsozialismus

Eine wissenschaftliche Tagung des Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover e.V.

Die Tagung widmet sich der Betrachtung ganz „normaler“ staatlicher Organe in der NS-Zeit. Damit soll ein wichtiger Aspekt totalitärer Herrschaft herausgearbeitet werden, der bei der Arbeit von Gedenk- und Erinnerungsinitiativen zugunsten der offenkundigen und empörenden Gewalt- und Terrorausübung der NS-Herrschaftsapparate oft zu kurz kommt.

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Goslar-Halle 1

Tagung

Heimat in der Fremde – Zwangsarbeiter, Vertriebene und Flüchtlinge in Deutschland nach 1945

8. Erinnerungskonferenz des Netzwerkes Topographie der Erinnerung in Südniedersachsen

Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation in Europa und in Deutschland schauen wir zurück in die unmittelbaren Nachkriegsjahre. Europa und Deutschland waren durch den Krieg zerstört. Millionen Menschen befanden sich auf der Flucht, irrten als Verschleppte heimatlos herum, warteten als Kriegsgefangene auf ihre Entlassung.

Im Mai 1945 lebten auf dem Gebiet des späteren Niedersachsen etwa 300.000 befreite Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen und Menschen, die aus den Konzentrationslagern befreit worden waren. Hinzu kamen mehr als 1,8 Mio. Flüchtlinge und Vertriebene, die einen Zuwachs der Wohnbevölkerung um beinahe 50% darstellten. Im Vergleich zur aktuellen Situation stellte jener rasante Bevölkerungszuwachs ein wirkliches Problem dar. In der Nachkriegszeit fehlte es allen an Wohnung, Nahrung, Kleidung und Heizung. Die Bevölkerung musste zusammenrücken und mit den Schutzsuchenden teilen.

An den Beispielen Goslar und Moringen zeigen wir, welche Anstrengungen Politik, Verwaltung und Bevölkerung unternahmen, Flüchtlinge und Vertriebene zu versorgen. Während die einen integriert wurden, warteten die anderen auf die Rückkehr in ihre Heimatländer oder die Emigration in ein sicheres Drittland. Dabei waren die Fremden Ressentiments und Vorurteilen sowie bürokratischen Hürden und manchen zwischenmenschlichen Schikanen ausgesetzt. Neben Anfeindungen und Ablehnung erlebten sie aber auch Menschlichkeit.

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Vortrag

Befreit im Land der Täter – Jüdische Displaced Persons (DP) 1945-1950

Im September 1947 lebten 14.000 Juden in Niedersachsen – so viele wie im Jahre 1933. Doch es handelte sich zumeist um Juden osteuropäischer Herkunft und traditioneller religiöser Prägung. Das jüdische DP-Camp Bergen-Belsen stellte mit bis zu 12.000 Personen die größte jüdische Nachkriegsgemeinde dar. Eine Gemeinde auf Zeit: Für die Mehrzahl dieser jüdischen DPs war ein Weiterleben in Deutschland unvorstellbar.

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Lesung

Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen

Lesung mit Jennifer Teege

Es ist ein Schock, der ihr ganzes Selbstverständnis erschüttert: Mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege – durch einen Zufall – wer sie ist. In einer Bibliothek findet sie ein Buch über ihre Mutter und ihren Großvater Amon Göth. Millionen Menschen kennen Göths Geschichte. In Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ ist der brutale KZ-Kommandant der Saufkumpan und Gegenspieler des Judenretters Oskar Schindler. Göth war verantwortlich für den Tod tausender Menschen und wurde 1946 gehängt. Seine Lebensgefährtin Ruth Irene, Jennifer Teeges geliebte Großmutter, begeht 1983 Selbstmord.

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Vortrag

„Grüße aus Farge“. Die Neugestaltung des Bunkers Valentin: U-Boot-Werft – Materialdepot – Denkort

Vortrag von Dr. Marcus Meyer (Bremen)

Am 8. November 2015 wurde in Bremen-Farge der „Denkort Bunker Valentin“ eröffnet. 70 Jahre nach Kriegsende wurde so aus der Ruine eines der größten Rüstungsprojekte der Kriegsmarine ein Ort der Erinnerung und der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Dr. Marcus Meyer, Mitarbeiter der Landeszentrale für politische Bildung in Bremen und wissenschaftlicher Leiter der Denkorts, wird über die Geschichte des Bunkerbaus, die Konzeption des Denkortes und über die inhaltlichen Herausforderungen der Neugestaltung referieren.

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Vortrag

Der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion

Vortrag von Prof. Johannes Hürter

Der nationalsozialistische Rassenwahn und Expansionsdrang führten nicht nur zum Zweiten Weltkrieg und zum Holocaust, sondern auch zur Unterdrückung, Ausbeutung und teilweisen Ermordung der nichtjüdischen Bevölkerung im deutsch besetzten Europa. Besonders schlimm traf es die Menschen in den von der Wehrmacht eroberten sowjetischen Gebieten. In seinem Vortrag gibt Prof. Johannes Hürter einen Überblick über die verheerende deutsche Herrschaft im „Ostraum“, über ihre ideologischen Grundlagen, besatzungspolitischen Vorläufer, alltäglichen Praktiken und weitreichenden Wirkungen.

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Thematische Führung

Führung zum Jugend-KZ Moringen

Mit Hans Helms

Entlang des ehemaligen KZ-Geländes und durch die ehemalige SS-Kommandantur geht es zum Gräberfeld der jugendlichen KZ-Häftlinge. Die Häftlinge des Jugend-KZ Moringen waren SS-Terror, Hunger und Zwangsarbeit ausgesetzt. Ab 1941 war das Jugend-KZ Experimentierfeld innerhalb der NS-Rassenpolitik. Unter Leitung von Dr. Robert Ritter versuchten sogenannte Kriminalbiologen, ihre These, wonach Kriminalität und „Asozialität“ erblich bedingt seien, mit pseudowissenschaftlichen Untersuchungen an den Häftlingen zu belegen.

Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Str. 58, 37186 Moringen

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German children, behind an SS man, watch as religious objects from the Zeven synagogue are set on fire during Kristallnacht (the "Night of Broken Glass"). Zeven, Germany, November 10, 1938.

— Leo Baeck Institute (ushmm.org)

Vortrag

Die Nachkriegsprozesse zum Pogrom von 1938 in Zeven

Vortrag von Ronald Sperling

Am 10. November 1938 wurden auch in Zeven die jüdischen Einwohner zusammengetrieben und die Männer verhaftet. Die SA verbrannte das Synagogenmobiliar des erst kürzlich eingerichteten Synagogenraums der Zevener jüdischen Gemeinde öffentlich auf dem Marktplatz. Nach dem Krieg gab es zwei Prozesse gegen die verantwortlichen Nationalsozialisten. In dem Vortrag werden die Ereignisse des Pogroms rekonstruiert und die Nachkriegsprozesse dargestellt.

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Vortrag

Das Internationale Militärtribunal in Nürnberg

Vortrag von Dr. Annette Weinke

Ausgehend von einem kurzen Rückblick auf die Geschichte des Kriegsvölkerrechts seit Ende des 19. Jahrhunderts befasst sich Dr. Annette Weinke in ihrem Vortrag schwerpunktmäßig mit der Frage, welche unterschiedlichen Zielsetzungen die Alliierten 1945 mit der Gründung des Internationalen Militärtribunals in Nürnberg verbanden. In Anknüpfung an Diskussionen, die in den letzten Jahren vor allem in der englischsprachigen Forschung geführt wurden, nimmt sie das zu Kriegszeiten entwickelte Menschenrechtskonzept der Anti-Hitler-Koalition und dessen Bedeutung für Nürnberg, den justiziellen Umgang mit dem Judenmord sowie die neuartigen medialen Vermittlungsstrategien der Anklagevertretung in den Blick.

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Vortrag

Das Jugendkonzentrationslager und der spätere Vernichtungsort Uckermark – ein Einblick

Referentinnen: Anja Becker und eine weitere Referentin der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.

Das ehemalige Konzentrationslager für weibliche Jugendliche und der spätere Vernichtungsort Uckermark zählen zu den vergessenen Lagern des Nationalsozialismus. Die Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark arbeitet seit über 10 Jahren daran, die Geschichte des Lagers zu erforschen, Kontakt zu Überlebenden zu suchen und zu erhalten und in Abstimmung mit diesen auf dem Gelände einen würdigen Gedenkort zu gestalten, eine antifaschistische Erinnerungskultur zu stärken und staatliche Erinnerungspraxen kritisch zu hinterfragen. Mit ihrem Vortrag wollen die Referentinnen einen Einblick in die Geschichte der beiden Lager geben und die Arbeit der Initiative vorstellen.

Ort: Ehemaliges Kommandanturgebäude, Lange Str. 32, 37186 Moringen

Einlass: ab 18.00 Uhr

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Thematische Führung

Kriegsgräberstätte Sandbostel

Themenrundgang anlässlich des Volkstrauertags 2015

Kaum bekannt ist, dass die heutige Kriegsgräberstätte Sandbostel bereits 1941 explizit als Lagerfriedhof für das Stalag X B angelegt wurde. In der Nachkriegszeit wurde der Friedhof mehrfach umgestaltet. Zentrale Denkmäler, die an die hier ruhenden sowjetischen und polnischen Kriegsgefangenen erinnerten, wurden abgerissen und durch allgemeingültige Denkmäler ersetzt. Eine christliche Symbolik und die Benennung als „Kriegsgräberstätte“ gaben dem Lagerfriedhof eine allgemein verträgliche Gestaltung.

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Fortbildung

Bergen-Belsen – Erinnerungs- und Lernort

Grundlagen, Methoden und Praxis für das Kerncurriculum Geschichte im Bereich Sek II

Einladung zu einer eintägigen Lehrer_Innenfortbildung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Leitung: Doreen Krohne und Joachim Kasten

Als „Stachel der Erinnerung“ bezeichnete Bundespräsident Theodor Heuss die Funktion des Erinnerungsortes Bergen-Belsen bei der Einweihung der Gedenkstätte 1952.
Im Mittelpunkt der praxisnahen Fortbildung steht das Lehren und Lernen über „Geschichts- und Erinnerungskultur“, das als Rahmenthema im Kerncurriculum Geschichte für die gymnasiale Oberstufe aufgeführt ist.
Am Beispiel der Gedenkstätte Bergen-Belsen wird zunächst die Geschichte des historischen Ortes als Kriegsgefangenenlager, Konzentrationslager und Displaced-Persons-Camp vermittelt.

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Lesung

Die Bücher der Felice Schragenheim

Eine Lesung mit Oskar Ansull

Der dokumentarische Roman „Aimée und Jaguar“ von Erica Fischer und der gleichnamige Film haben das kurze Leben der Felice Schragenheim, die im Frühjahr 1945 im KZ Bergen-Belsen umgekommen ist, einem breiten Publikum nahe gebracht. Bei ihrer geplanten Auswanderung aus NS-Deutschland wollte Felice einen Koffer mit ihren etwa 30 Lieblingsbüchern mitnehmen. Oskar Ansull hat die dokumentierte Bücherliste genommen und die Bücher in den Ausgaben jener Zeit gesammelt. Anhand der Bücher stellt er die junge Frau vor, die gern Journalistin geworden wäre. Unterhaltsam wie nachdenklich zeigt Ansull, was diese Bücher für Felice Schragenheim bedeutet haben müssen.

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Fortbildung

Lernort Bergen-Belsen – Grundlagen, Methoden und Praxis

Einladung zu einer eintägigen Multiplikator_Innenfortbildung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Leitung: Doreen Krohne und Joachim Kasten

Die Vorstellung unterschiedlicher Elemente eines Gedenkstättenbesuchs mit Schüler_Innen der Sekundarstufe I bildet, nach einer Einführung in den historischen Ort, den Schwerpunkt dieser praxisnahen Fortbildung. Darüber hinaus werden sowohl die thematische wie auch die methodische Einbindung des Gedenkstättenbesuchs im Rahmen eines umfassenden Vermittlungsprozesses ausführlich besprochen. Verschiedene Nutzungsmöglichkeiten der Einrichtung sowie gedenkstättenpädagogische Vermittlungsformen und Methoden werden aufgezeigt und können im Verlauf des Seminars gemeinschaftlich diskutiert werden.

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Gespräch

Mein Großvater war SS-Mann in einem Konzentrationslager – Eine Familiengeschichte

Mit Daniel Manwire und Dr. Dietmar Sedlaczek. Moderation: Dr. Hartmut Wolter (Freie Altenarbeit Göttingen)

Was hat der Nationalsozialismus mit uns zu tun? Erinnern in der zweiten und dritten Generation in deutschen Familien. Auch wenn die historischen Ereignisse bereits mehr als 70 Jahre zurückliegen, wirken sie bis heute nach. Daniel Manwires Großvater war SS-Mann im Jugend-KZ Moringen und Dr. Dietmar Sedlaczek betreut in seiner Funktion als Leiter der KZ-Gedenkstätte Moringen Anfragen aus der Enkel-Generation. Eher beiläufig erfuhr Daniel Manwire von der Geschichte seines Großvaters. Um Gewissheit zu erlangen, startete er eine aufwendige und langjährige historische Recherche. Die Familie kam zusammen, um das Ergebnis zu diskutieren und zu besprechen, wie damit umzugehen sei. So entstand der Wunsch, Kontakt zu den ehemaligen Häftlingen des Jugend-KZ Moringen aufzunehmen.

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Vortrag

Nazi Occupation and the Holocaust in Ukraine – History and Memory

Vortrag von Mikhail Tyaglyy, Ukrainian Center for Holocaust Studies

Einleitung und Moderation: Viola von Cramon

Die Ukraine stellte ein wichtiges Zentrum jüdischen Lebens in Osteuropa dar. Im Jahr 1941 lebten auf dem heutigen ukrainischen Staatsgebiet 2,7 Millionen Juden. Die meisten von ihnen wurden während der nationalsozialistischen Besatzung der Jahre 1941-44 ermordet. In Deutschland ist über den Holocaust in der Ukraine allerdings nur wenig bekannt. Welche Bedeutung haben Orte wie z.B. Babyn Jar, Rawa-Ruska oder Schytomyr? Was wissen wir über die Opfer? Wer waren die Täter? Gab es nach dem Ende der Besatzungszeit jüdisches Leben in der Ukraine? Wie steht es um die Aufarbeitung des Holocaust heute und welche Bedeutung haben dabei zivilgesellschaftliche Initiativen? Antworten auf diese Fragen soll der Vortrag des Historikers Mikhail Tyaglyy vom Ukrainian Center for Holocaust Studies geben.

Die Veranstaltung wird gemeinsam von der KZ-Gedenkstätte Moringen, dem AStA der Georg-August-Universität Göttingen sowie dem Göttinger Arbeitskreis zur Ukraine durchgeführt Der Vortrag ist in englischer Sprache.

Ort: Platz der Göttinger Sieben 5, Raum ZHG 007, 37073 Göttingen

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Konzert

Die Grenzgänger – Und weil der Mensch ein Mensch ist

Konzert zum Holocaustgedenktag

Die Grenzgänger feiern den Mut und die Zivilcourage der vielen tausend Menschen, die sich gegen eine unmenschliche Diktatur wehrten. Sie singen und spielen Lieder und Texte aus den Lagern und Gefängnissen des NS-Staates und dem Widerstand gegen das Hitler-Regime. Angefangen vom Lied der „Moorsoldaten“ bis zum „Buchenwaldlied“ führen die Lieder mitten hinein in die Gedanken und Gefühle der Gefangenen, zeigen ihren Überlebenswillen und sind Ausdruck einer humanitären Gesinnung.
Arrangiert für Cello, Akkordeon und zwei Gitarren, mit Geschichten rund um die Lieder und ihre Verfasser.

Eine Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Moringen in Kooperation mit der Initiative Kunst und Kultur Northeim e.V.

Ort: Muthaus-Saal, 37181 Hardegsen
Eintritt: 10 €

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