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Ausstellung

Nachher. Felix Oestreicher

Der Arzt Felix Oestreicher wurde im Januar 1944 von den Niederlanden aus mit seiner Familie in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Hier führte er ein Tagebuch. Neben den täglichen Notizen verfasste er auch 19 Gedichte, die in dieser Ausstellung im deutschsprachigen Original und in englischer Übersetzung gezeigt werden. Sie werden ergänzt um Fotografien und Dokumente zur Geschichte seiner Familie.
2012-07-10 Holocaust and Jewish Resistance Teachers Programm-Wilbricht (11)

Thematische Führung

Offene Führungen in der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Von Mai bis August bietet die Gedenkstätte Bergen-Belsen eine kostenlose Einführung in die Geschichte und Rundgang durch die Gedenkstätte, das historische Lagergelände und das Dokumentationzentrum in deutscher und englischer Sprache an:
• Im Mai am Sonntag den 8., 15. und 29.
• Im Juni, Juli und August immer am Samstag und Sonntag
Beginn jeweils um 11.30 Uhr und 14.30 Uhr, Treffpunkt am Informationstresen im Dokumentationszentrum
Die Führungen dauern etwa 90 Minuten.
Dies ist ein Angebot für Einzelbesucher_innen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2011_11_23 Fotoworkshop Glocksee-Schule_Ellen K und Zoe J_001

Konzert Lesung

Anne! Damit wir klug werden – Das kurze Leben der Anne Frank

Ein BrassOratorium für Blechbläser, Vokalchor, Percussion und zwei Sprecher von Marita und Reinhard Gramm
Die Texte von Marita Gramm verbinden Streiflichter aus dieser dunklen Zeit deutscher Geschichte mit Original-Auszügen aus Anne Franks Tagebuch sowie Augenzeugen- und Zeitzeugenberichten. Die Musik von Reinhard Gramm wird von Bläsern des b-team Itzehoe umgesetzt.

Der Projektchor hat sich aus dem Vokalkreis Hameln unter der Leitung von Birgit Albrecht und weiteren Sängerinnen und Sängern aus ganz Deutschland gebildet. Die Texte werden gelesen von der 15-jährigen Kim von Hein (Wischhafen) und Christine Mühler (Itzehoe). Das Oratorium, das zwischen Hoffnung und Verzweiflung hin und her springt, vermittelt auf eindringliche Weise den immer kleiner werdenden Lebensraum, die Angst vor Entdeckung und das schwere Schicksal der Beteiligten. Die Gesamtleitung hat Knut Petscheleit (Itzehoe). Das BrassOratorium, entstanden mit freundlicher Genehmigung des Anne-Frank-Fonds Basel, wurde im Juni 2015 auf dem Kirchentag in Stuttgart uraufgeführt.

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KZ-Landschaften

Seminar

Unterwegs bei Kriegsende: KZ-Landschaften am Beispiel der Lager Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen

Dieses Seminar nimmt eine geografisch begrenzte Region zwischen Lüneburger Heide und Südharz bei Kriegsende in den Blick, der Schwerpunkt liegt auf Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945. Deutlich gemacht werden die Wechselwirkungen zwischen den Lagern, ihrem gesellschaftlichen Umfeld und den Folgen in der Nachkriegszeit. Das Seminar beginnt in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora in Nordhausen. Am Mittwoch führt der Weg über Gardelegen und Wienhausen nach Celle. Am Donnerstag steht ein Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen auf dem Programm. Das Seminar endet am Freitag in Celle unter Fragestellung nach der Bedeutung der Geschichte, der Orte und der daraus folgenden Auseinandersetzung und dem Umgang damit.

Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt der Gedenkstätten Bergen-Belsen, Mittelbau-Dora und Gardelegen und ist in Niedersachsen und im Saarland als Bildungsurlaub anerkannt.

Im Preis von 340,00 € sind die Unterbringung im Doppelzimmer (EZ-Zuschlag 80,00 €) in Nordhausen und Celle mit Verpflegung und die nötigen Transfers während des Seminars enthalten. Die An- und Abreise muss selbst organisiert werden.

Am Montag, den 13.06.2016 beginnt das Seminar um 14:00 Uhr in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora und es endet am Freitag, den 17.06.2016 um 15:00 Uhr in Celle.

Anmeldung bis zum 9. Mai 2016 und weitere Informationen bei Gedenkstätte Bergen-Belsen
Sabine Bergmann
Anne-Frank-Platz
29303 Lohheide
Tel.: 05051 / 4759-0
veranstaltung.bergen-belsen@stiftung-ng.de

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Studienreise

„Auf den Spuren der Partisanen“

Die fünftägige Studienreise führt in das südliche Kärnten in Österreich. Ziel der Fahrt ist die zweisprachige Region um den Ort Bad Eisenkappel/Zelezna Kapla. Seit 1943 wurden junge Kärntner Slowenen aus dem Raum Bad Eisenkappel in das Jugend-KZ Moringen deportiert. Sie standen im Verdacht, den Partisanenwiderstand in den Südkärntner Bergen unterstützt zu haben. Gegenstand der Bildungsreise ist eine Auseinandersetzung mit Repression und Verfolgung der Kärntner Slowenen in der Zeit des Nationalsozialismus und der Erinnerung heute daran.

Welche Rolle spielt das Gedenken und Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus im kollektiven Gedächtnis der Region? Wie geht die slowenische Minderheit mit dieser Geschichte um und wie die österreichische Mehrheitsgesellschaft? Zum Programm der Fahrt gehört der Besuch der Gedenkstätte Peršmanhof, die als einzige Gedenkstätte in Österreich an den Partisanenwiderstand erinnert, ein Austausch mit Vertretern der Gedenkstätte, so wie ein Zeitzeugengespräch mit einem ehemaligen Häftling des Jugend-KZ Moringen. Darüber hinaus wird es eine Begegnung mit Vertretern der slowenischen Minderheit in Kärnten geben, eine historische Wanderung auf den Spuren der Partisanen sowie die Teilnahme an der jährlichen Gedenkfeier auf dem Peršmanhof. Der Peršmanhof – ein Bergbauernhof – wurde als zentraler Stützpunkt der Widerstandsbewegung am 25. April 1945 zum Schauplatz einesder letzten NS-Verbrechen. Eine kleine Gruppe von Angehörigen des SS-und Polizeiregiments 13 ermordete die am Hof lebende Familie: vier Erwachsene und sieben Kinder. Jahrzehntelang blieb das Verbrechen ein Tabu. Der Hof als Erinnerungsort – heute eine der wichtigsten Erinnerungsstätten an den NS-Terror in Kärnten und einzige Gedenkstätte in Österreich, die an den Partisanenwiderstand erinnert – avancierte in den Nachkriegsjahrzehnten vor allem zu einem Spielball politischer Interessen im Minderheitenkonflikt zwischen deutschsprechender Mehrheit und slowenischer Minderheit.

Anmeldung bis zum 30. April 2016 bei der KZ-Gedenkstätte Moringen
Telefon: +49(0)5554-2520
Email: info@gedenkstaette-moringen.de
Eine frühzeitige Anmeldung ist empfohlen, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

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Film Gespräch

Der unbekannte Soldat. Was hast du im Krieg gemacht, Vater?

Anlässlich des 75. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 2016 zeigt die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Kooperation mit dem Raschplatz Kino Hannover in Anwesenheit des Regisseurs Michael Verhoeven den Dokumentarfilm "Der unbekannte Soldat. Was hast Du im Krieg gemacht, Vater?" (Deutschland 2006, Regie und Drehbuch: Michael Verhoeven, FSK ab 12 Jahren).

Die zwischen 1995 und 2004 in mehreren Städten Deutschlands gezeigte Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ über den Vernichtungskrieg im Osten (1941-1944) war ein Tabubruch. Die deutsche Öffentlichkeit wurde plötzlich mit Fotos von Soldaten beim Mord an Zivilisten konfrontiert. Michael Verhoevens Film verfolgt die Spuren der Wehrmacht bis in die Ukraine und nach Weißrussland. Anhand von bisher unveröffentlichten Dokumenten, Analysen und zahlreichen Interviews mit Augen­zeugen und Historikern in Deutschland, den USA und an den Orten des Geschehens untersucht Verhoeven den wohl schrecklichsten Teil der Geschichte der deutschen Wehrmacht.

Der unbekannte Soldat drängt dem Zuschauer keine Meinung auf, aber er argumentiert in jeder Einstellung. Und er setzt damit möglicherweise neue Erkenntnisse in Gang. (…) Mutig ist der Film nicht nur, weil Verhoeven und seine Mitarbeiter sich auch den Angriffen der Neonazis stellten, sondern auch, weil er sich auf die Ambivalenz der Bilder einlässt, entschieden parteiisch, aber ganz ohne Selbstgerechtigkeit. (…) Er erzeugt in seiner Montage eine unmittelbare Gegenwärtigkeit, eine Herausforderung zur Auseinandersetzung, die eine solche Darstellung mit deutlicher persönlicher Handschrift anderen Filmen mit ähnlichen Elementen überlegen macht.“ (Georg Seeßlen, epd Film)

Nach dem Film besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit Michael Verhoeven. Dr. Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, wird das Gespräch moderieren.

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Bildungsangebote der Gedenkstätte: Medienprojekt, 2012. Foto: Lars Hellwinkel, Archiv GLS

Jugendbegegnung

8. Internationalen Jugendworkcamp 2016

In Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dem Kirchenkreis Bremervörde-Zeven und der Gemeinde Sandbostel lädt die Stiftung Lager Sandbostel vom 13. bis zum 26. Juli 2016 zum 8. Internationalen Jugendworkcamp in Sandbostel ein.  Ziel der internationalen Jugendbegegnungen ist es, die noch vorhandenen Gebäude des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers zu sichern, Spuren aus der Zeit der Nutzung des Lagers Besucherinnen ud Besuchern zugänglich zu machen und der Opfer unter den Kriegsgefangenen und den im April 1945 nach Sandbostel deportierten KZ-Häftlingen zu gedenken.

In diesem Jahr werden die Jugendlichen im praktischen Teil mehrere archäologische Suchgrabungen im Bereich des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers durchführen. Unter fachlicher Anleitung wollen wir versuchen, bisher nicht genau bekannten Standorte von Baracken zu ermitteln. Zudem wollen wir versuchen, ob wir Objekte und Gegenstände aus dem Alltag der Kriegsgefangenen zu finden. Von Sportbegegnungen, verschiedenen Workshopangeboten, Freizeit am Strand an der nahegelegenen Nordsee bis hin zu Besuchen in der faszinierenden Großstadt Hamburg wartet ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm auf alle, die Lust haben Jugendliche aus anderen Ländern kennenzulernen, sich mit der gemeinsamen Geschichte zu beschäftigen und zwei Wochen ein interessantes Camp mitzugestalten.

Teilnehmen können 20 Jugendliche zwischen 16 und 22 Jahre.

Reiseroute: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisen am 13. Juli selbstständig an.
Unterbringung/Verpflegung: Die Unterbringung erfolgt in einer Freizeit und Begegnungsstätte, Vollverpflegung
Teilnahmebeitrag: Der Teilnahmebeitrag beträgt bei Jugendlichen aus Westeuropa 150,- Euro und bei Jugendlichen aus Osteuropa 100,- Euro.
Pass/Visum: Je nach Herkunftsland gültiger Personalausweis, Reisepass und/oder Visum
Gesundheitsbestimmungen: Ein Impfschutz gegen Tetanus wird empfohlen
Die Anmeldung muss bis zum 30. April 2016 erfolgen und kann auf verschiedene Weise erfolgen:

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Theater

Lebens-Wert oder Wie soll Deine Zukunft sein?

Ein Theater-Projekt zum Kranken-Mord an Kindern und Jugendlichen in der Nazi-Zeit, Ausgrenzung und Fremd-Sein heute, Vielfalt und Teilhabe morgen.

Was erwartet Dich im Theater-Projekt?
Mit Dokumenten und Angehörigen-Gesprächen lernst du wahre Geschichten von Kindern und Jugendlichen kennen. Sie wurden in der Nazi-Zeit in Lüneburg ermordet. Du erfährst etwas über die Nazi-Ärzte und die Hintergründe des Lüneburger Kranken-Mordes. Du wirst die bis heute erhaltenen Orte besuchen, die mit den Kindern und Jugendlichen und ihrem Sterben in Verbindung stehen. Du wirst einen Dokumentarfilm über den Lüneburger Kranken-Mord sehen und die Geschichten selbst mit Hilfe von Fotos, Briefen und Unterlagen aus Kranken-Akten erforschen. Dabei helfen dir Mitarbeiter der Gedenkstätte.
Auch lernst du die heutigen Rechte für Kinder und für Menschen mit Behinderungen kennen. Du wirst hierzu verschiedene Spiele spielen, ein Quiz machen und einen Film anschauen, der dir erklärt, welche Rechte du hast und wie es dazu gekommen ist.
Dann zeigen wir dir Möglichkeiten, deine Welt in der Gegenwart und Zukunft zu verändern. Dazu entwickelst du gemeinsam mit anderen Jugendlichen an zwei Tagen ein eigenes Theater-Stück. Auch das Bühnen-Bild, die Hilfsmittel und die Kostüme entwickelt ihr selbst. Nachdem das Theater-Stück fertig ist, wirst du mit deiner Theater-Gruppe an vier Samstagen proben. Bei der Entwicklung des Theater-Stückes und den Proben begleitet dich eine professionelle Theaterpädagogin.
Das Theater-Stück wird in Lüneburg bei einer öffentlichen Gedenk-Feier aufgeführt.

So kannst Du mitmachen

Du bist zwischen 13 und 18 Jahre alt und interessierst dich für das Theater-Spielen, für deine Rechte, deine Zukunft und Verbrechen, die früher in Lüneburg passiert sind? Dann mach bei unserem Theater-Projekt »Lebens-Wert« – oder wie soll deine Zukunft sein? mit. Du musst kein Wissen mitbringen. Jede/jeder der Lust hat, kann mitmachen.

Workshop und Proben:
»Euthanasie«-Gedenkstätte Lüneburg | Im alten Badehaus auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg | Lüneburg
Generalprobe Aufführung: Gesellschaftshaus (Haus 36) Psychiatrische Klinik Lüneburg | Lüneburg

Anmeldung
Melde dich bis zum 15. Juli 2016 bei Carola Rudnick, c-rudnick@t-online.de oder Tel. 04131-60 883 72, verbindlich an. Deine Eltern bzw. Erziehungsberechtigten müssen zustimmen.

Teilnahmegebühr
Deine Teilnahme ist kostenfrei.

Termine
29. Juli bis 1. August 2016, jeweils 10 bis 17 Uhr [Workshop].
6., 13., 20. und 27. August 2016, jeweils 10 bis 15 Uhr [Proben].
3. September 2016, 10 bis 12.30 Uhr [Generalprobe] und
4. September 2016, 14 bis 16 Uhr [Aufführung].

Deine Teilnahme ist an allen Terminen erforderlich. Falls Du an dem einen oder anderen Tag nicht die ganze Zeit dabei sein kannst, sprich uns an. Wir lösen das Problem.

Wo treffen wir uns?
Wir treffen uns zu allen Terminen in der

»Euthanasie«-Gedenkstätte Lüneburg
Im alten Badehaus auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg
Am Wienebütteler Weg 1
21339 Lüneburg

Weitere Informationen finden sich im Internet auf der Homepage „Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg

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Teilnehmer_innen der Bergen-Belsen International Summer School tauschen sich in einem Workshop zu ihren Ideen aus, 18. September 2014. Foto: Sytse Wierenga

Allgemein

Bergen-Belsen International Summer School “Perspectives on Memory: Research, Testimonies and the Media”

Die dritte Bergen-Belsen International Summer School, die vom 1.-7. August 2016 in der Gedenkstätte Bergen-Belsen (GBB) stattfindet, widmet sich den Themen Erinnerung, Gedächtnis und Zeitzeugenschaft. Das Programm besteht unter anderem aus Vorlesungen, Workshops, Führungen und einem Tagesausflug nach Hannover. Die Summer School richtet sich an internationale Bachelor- und Masterstudierende verschiedener Fachrichtungen, die mehr über digitale, mediale und globale Entwicklungen von Erinnerungskultur lernen wollen.

Inhalte

Die Bergen Belsen International Summer School möchte den Teilnehmenden einerseits einen tieferen Einblick in die Arbeit des internationalen Gedenk- und Lernortes Bergen-Belsen geben und andererseits den Studierenden die Möglichkeit geben, die Perspektiven und Projekte internationaler Referent_Innen und Wissenschaftler_innen kennenzulernen. Dabei möchte die Summer School ein Forum zur Diskussion verschiedener Fragen sein, wie zum Beispiel dieser:

  • Welche Theorien und Konzepte beschreiben Erinnerung, Gedächtnis und Zeitzeugenschaft?
  • Welche Interessengruppen gestalten Erinnerung an den Nationalsozialismus und den Holocaust?
  • Welche Rolle spielt die eigene Position für eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler bei der Erforschung von Vergangenheit?
  • Welche Besonderheiten haben verschiedene Quellentypen wie Akten, Zeitzeugenberichte oder Bilder?
  • Wie stellen Spielfilme historisches Geschehen dar?
  • Welchen Einfluss haben diese Darstellungen auf das Geschichtsbewusstsein und das Bild der Zuschauer von der Vergangenheit?
  • Wie kann man das sichtbar machen, worüber es keine Zeugnisse gibt oder was vergessen wurde?

Programm

Das akademische Programm wird mit einer Vorlesung zur Entwicklung der Erinnerung an Holocaust und Nationalsozialismus von Aleida Assmann, Professorin für Literaturwissenschaft in Konstanz (im Ruhestand), eröffnet. Daran schließt sich eine Führung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen und das Kennenlernen der Arbeitsbereiche an.

Am zweiten Tag der Summer School werden die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, mit dem Bergen-Belsen-Überlebenden und Filmemacher Frank Diamand ins Gespräch zu kommen. Er wird den Teilnehmenden den von ihm produzierten Dokumentarfilm „When Memory comes“ über den Historiker Saul Friedländer, selbst Holocaustüberlebender, vorstellen. Im Workshop von Evelien Gans, Professorin für Moderne Jüdische Geschichte in Amsterdam, werden die Teilnehmenden Häftlingsbiografien aus dem Konzentrationslager Bergen-Belsen kennenlernen und sich über die Rolle von Historiker_Innen austauschen.

Unter dem Titel „Images of the Unimaginable: Feature Films about the Holocaust” wird im Workshop von Ulrike Weckel, Professorin für Fachjournalistik Geschichte in Gießen, die Darstellung von Verfolgung und Ermordung im Nationalsozialismus in Spielfilmen analysiert und diskutiert werden. Einen Einblick in die Möglichkeiten und Entwicklungen digitaler Lernumgebungen in Bergen-Belsen gibt der Workshop von Stephanie Billib (GBB) und Sytse Wierenga (SPECS Research Group an der Pompeu Fabra Universität Barcelona).

Der Workshop von Karen Bähr (GBB) setzt einerseits Konzepte zu Gedächtnis und Erinnerung zur Praxis an Erinnerungsorten wie Bergen-Belsen in Beziehung und wirft andererseits einen Blick auf die Leerstellen der Erinnerung.

Bei einem Tagesausflug nach Hannover besucht die Gruppe die Gedenkstätte Ahlem. Die ehemalige jüdische Gartenbauschule wurde zuerst Sammelstelle für Deportationen und später zum „Polizei-Ersatzgefängnis“. Die Abende dienen dem Kennenlernen der Gruppe und der Erkundung der näheren Umgebung.

Anmeldung und Konditionen

Die Arbeitssprache der Bergen-Belsen International Summer School ist Englisch. Die Sprachkenntnisse der Teilnehmer_Innen müssen ausreichend sein, um die vorbereitenden Texte zu erfassen, den Vorträgen und Führungen folgen zu können und sich aktiv an Diskussionen beteiligen zu können. Eine Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich.

Die Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern. Die Kosten für Programm, Unterkunft und Verpflegung werden von der Gedenkstätte Bergen-Belsen getragen. Die An- und Abreise sowie benötigte Visa werden von den Teilnehmenden selbst organisiert und bezahlt. Die Gedenkstätte bezuschusst die Fahrtkosten nicht.

Die Anmeldung ist bis zum 27. Mai 2016 über den Blog gbbbb.org/summerschool/ möglich. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Programm.

Karen Bähr
veranstaltung.bergen-belsen@stiftung-ng.de
gbbbb.org/summerschool/

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Vortrag

„Ewig kann’s nicht Winter sein“

Im Monat August 2016 wird das Lied „Die Moorsoldaten“ 83 Jahre alt. „Ewig kann’s nicht Winter sein“ heißt es darin in der letzten Strophe. Es ist zugleich der Titel einer rund 90-minütigen Veranstaltung, mit der Fietje Ausländer an diesem Sonntag in der Gedenkstätte Esterwegen an die bewegende Geschichte des Liedes erinnern möchte. Die wesentlichen, oft auch ungewöhnlichen Aspekte der Liedgeschichte sollen im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt sowie visuell und akustisch durch Bilddokumente und eine Auswahl von Aufnahmen des Liedes aus den Jahren 1938 bis heute veranschaulicht werden.

Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen

Seminar

Lebenswege – Neubeginn nach Verfolgung und Flucht

Die Erfahrungen von Verfolgung, Flucht und Neubeginn sind einschneidende Erlebnisse im Leben. Wie gestaltet sich ein Leben, nachdem Verfolgung und Flucht überlebt wurden? Welche Perspektiven gibt es und welche Rolle spielen diese Erfahrungen im Alltag? Welche Möglichkeiten zum Umgang mit dem Erlebten gibt es? Gemeinsam mit Fanny Heymann, die als Kind das Konzentrationslager Bergen-Belsen überlebt hat und dieses Seminar begleiten wird, werden wir uns unter anderem mit diesen Fragen beschäftigen und Antworten suchen.

Zu Beginn des Seminars steht der Ort Bergen-Belsen mit der Geschichte des Kriegsgefangenenlagers, des Konzentrationslagers und des Displaced Persons Camp (DP-Camp) im Vordergrund. Anschließend beschäftigt sich die Gruppe mit der Situation der ehemaligen Häftlinge nach der Befreiung. Welche Perspektiven gab es für sie direkt nach der Befreiung? Welche Möglichkeiten des Umgangs mit dem Erlebten gibt es für Menschen, die Verfolgung, Krieg und Flucht erlebt haben? Wie bestimmen diese Erfahrungen bis heute den Alltag? Gibt es kleine Methoden, die den Blick auf die Zukunft fokussieren und die Erinnerung an die Vergangenheit erleichtern können?
Gemeinsam mit Fanny Heymann aus den Niederlanden, die das Konzentrationslager Bergen-Belsen überlebt hat, diskutiert die Gruppe verschiedene Fragestellungen und sucht Antworten darauf, wie es möglich sein kann, aus dem Schmerz herauszukommen. Einige Methoden, wie zum Beispiel Malen, Zeichnen und Schreiben können auf dem weiteren Lebensweg nach schrecklichen Ereignissen hilfreich sein. Diese kreativen Methoden der Bildgestaltung und Schreibwerkstatt sind Bestandteile des Programms. Kenntnisse und Fertigkeiten sind nicht erforderlich, jedoch die Bereitschaft zum Experimentieren. Therapieerwartungen kann nicht entsprochen werden.
Teilnehmen können deutsche und niederländische Studierenden, haupt- und ehrenamtliche Tätige, die mit Folgen von Flucht konfrontiert werden. In dem Teilnahmebeitrag von 340,- € für Erwerbstätige und 170,- € für in der Ausbildung befindliche oder zu einer Ermäßigung berechtigten Personen sind die Kosten für Programm, Unterkunft, Verpflegung und Transfer enthalten. Das Seminar beginnt am 4. September 2016 um 16:00 Uhr und endet am 11. September nach dem Frühstück. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt. Die Seminarsprache ist Englisch, bei den Methoden der Schreibwerkstatt kann selbstverständlich die Muttersprache genutzt werden. Die Unterbringung erfolgt in dem Anne-Frank-Haus des CVJM in Oldau.

Bei Interesse an und Fragen zu dem Angebot wenden Sie sich bitte an:

Sabine Bergmann

Gedenkstätte Bergen-Belsen
Bildung und Begegnung
Anne-Frank-Platz
29303 Lohheide

Tel.: +49 (0) 5051 – 47 59-172
Fax: +49 (0) 5051 – 47 59-118
sabine.bergmann@stiftung-ng.de

 

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Fortbildung

» Menschenrechte « – »Entrechtung von Menschen mit Behinderungen « – » Euthanasie «

Lehrkräfte und Multiplikatoren aus Allgemein- und Berufsbildenden Schulen der Sekundarstufe I und II sowie Multiplikatoren aus anderen  Bildungseinrichtungen sind eingeladen, in Workshops verschiedene Methoden und Bildungsmaterialien zu den Themen »Menschenrechte«, »Entrechtung von Menschen mit Behinderungen« und »Euthanasie« kennenzulernen.
Die Methoden und Bildungsmaterialien eignen sich für die Unterrichtsfächer Geschichte, Politik, Gesellschaftskunde, Religion, Ethik und Kunst. Sie ermöglichen Schülerinnen und Schülern ab Klasse 7 ein handlungsorientiertes und forschendes Lernen, zwischen 2012 und 2014 wurden sie entwickelt und extern durch die Leuphana Universität Lüneburg evaluiert.
Die Teilnahme ist beitragsfrei und wird bescheinigt. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei 10 Personen.  Anmeldungen sind bis eine Woche vor Veranstaltungsbeginn möglich.

 

Weitere Informationen und Anmeldung unter:
Dr. Carola S. Rudnick
Tel. 04131 60883 72

Website der Gedenkstätte

 

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Thematische Führung

Tag des offenen Denkmals „Gemeinsam Denkmale erhalten“

Rundgang und Busexkursion zu baulichen Überresten des ehemaligen Konzentrationslagers und des früheren DP-Camps Bergen-Belsen auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Bergen-Hohne. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Standortältesten Oberst Jörg Wiederhold. Eine Anmeldung für den Besuch des Kasernengeländes ist unter Angabe von Name und Adresse bis zum 2. September 2016 unter information.bergen-belsen@stiftung-ng.de oder telefonisch unter +49 (0) 5051 – 47 59-200 notwendig. Bei der Busrundfahrt muss ein Lichtbildausweis mitgeführt werden.

Vortrag

RAD, Stalag, KZ-Außenlager, DP-Camp, JVA – Die wechselvolle Geschichte der Lager auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Geeste

Der Historiker Martin Koers bietet anhand von historischen Aufnahmen einen Überblick über die Historie der Lager in Dalum und Hesepe. Nach der Aufgabe der Reichsarbeitdienstlager begannen im Frühjahr 1938 die Bauarbeiten für weitere Emslandlager, u.a. das Lager XI Groß Hesepe und XII Dalum. In den Folgejahren erfuhren sie eine wechselvolle Verwendung als Kriegsgefangenenlager und Außenlager des KZ Neuengamme, nach Kriegsende schließlich als Displaced Persons-Camp und Justizvollzugsanstalt. Gezeigt werden zahlreiche, bisher weigehend unbekannte fotografien aus den verschiedenen zeitlichen Nutzungsphasen der Lager sowie des sogenannten "Russenfriedhofes".