Bildungsangebote

Die pädagogische Arbeit in der Gedenkstätte KZ Drütte und an den dezentralen Erinnerungsorten im Stadtgebiet soll den Blick auf das Geschehen vor Ort richten und den Gesamtzusammenhang verdeutlichen.

In der Gedenkstätte KZ Drütte begegnen sich Geschichte und Besucher_innen ganz unmittelbar, hier ist eine lebendige Auseinandersetzung möglich. Den Themen Nationalsozialismus, NS-Gründungsgeschichte der Stadt Salzgitter, Nachkriegsgeschichte, aber auch der Frage nach der Erinnerungskultur kann man sich hier aus unterschiedlichen Perspektiven nähern: Sachtexte, Fotos und Dokumente führen in das Thema ein, Aussagen ehemaliger Häftlinge sind wesentlicher Bestandteil der Ausstellung. Sie geben den Häftlingen Namen und Gestalt wieder und heben sie aus einer anonymen Masse.

Seminarräume und technische Ausstattung ermöglichen eine vertiefende Beschäftigung mit dem gewählten Thema; ein umfangreiches Archiv und eine Bibliothek ergänzen das Angebot.

Der Besuch weiterer Erinnerungsorte im Stadtgebiet vervollständigt das Bild des NS-Wirtschaftssystems und seiner Auswirkungen.

 

Formate und Zielgruppen 

Die Angebote der Gedenkstätte KZ Drütte richten sich an alle interessierten Personen. Für den Besuch in der Gedenkstätte ist ein Mindestalter von 12 Jahren zu beachten.

Die Themenschwerpunkte einer Gedenkstättenführung können mit den Gruppen individuell abgesprochen werden. Auf Grund der besonderen Lage in einem arbeitenden Industriebtrieb müssen alle Führungen in der Gedenkstätte begleitet werden. Für eine Führung sollten zwei bis drei Stunden eingeplant werden. Die Gruppen sollten maximal 30 Personen umfassen.

Im Rahmen von Führungen auf dem Friedhof Jammertal setzen sich die Gruppen intensiv mit Einzelschicksalen und dem Thema Erinnerungskultur auseinander.

Projektwoche mit Auszubildenden der Salzgitter AG zur Vorbereitung der jährlichen Gedenkstunde am 11. April, 2010. Foto: Elke Zacharias, Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.

Projektwoche mit Auszubildenden der Salzgitter AG zur Vorbereitung der jährlichen Gedenkstunde am 11. April, 2010. Foto: Elke Zacharias, Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V.

Führungen an anderen Erinnerungsorten in Salzgitter sind in der Regel in Stadtführungen integriert, können aber auch individuell geplant werden. Besichtigungen im Rahmen von Lehrveranstaltungen umfassen immer auch einen Teil Eigenarbeit mit anschließender Ergebnispräsentation.

Für einen tieferen Einstieg in die Thematik bieten sich Tages- oder Wochenseminare an. Ein auf die Gruppe thematisch zugeschnittenes Projekt kann vorab gemeinsam geplant werden.

Neben Führungen und Seminaren bietet die Gedenkstätte KZ Drütte auch Praktikumsplätze für Schüler_innen und Studierende. Im Gedenkstättenarchiv finden sich verschiedene thematische Ansätze für Fach-, Seminar- oder Abschlussarbeiten.