Gedenkstätte

Mitte der 1990er Jahren wurden Angehörige ehemaliger Anstaltspatientinnen und -patienten aktiv und gründeten den „Gedenkkreis für die Angehörigen von Opfern der NS-Euthanasie in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen“.

Als erstes Zeichen der Erinnerung an die Opfer der NS-„Euthanasie“ errichtete der Gedenkkreis Wehnen 2001 ein Mahnmal auf dem Klinikgelände. „Die Kranken und Schwachen zu schützen, ist die Würde der Gesunden“, lautet die zentrale Inschrift.

2004 konnte dann in der ehemaligen Leichenhalle der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen die Gedenkstätte Alte Pathologie eingerichtet werden. Der frühere Sezierraum wurde zu einem Ort des Gedenkens umgestaltet, während im Eingangsraum eine Ausstellung die Geschehnisse in Wehnen dokumentiert.

Die Gedenkstätte wird  seither ehrenamtlich von den Mitgliedern des Gedenkkreises Wehnen betrieben.

2008 entstand – nach jahrelangen Planungen und Vorbereitungen – auf dem ehemaligen Anstaltsfriedhof eine Erinnerungsstätte.  Ein zentraler Gedenkstein in Form eines weißen Kissens und über tausend einzelne – etwa handgroße – Kieselsteine erinnern an die dort begrabenen Patientinnen und Patienten. Einzelne der Steine tragen die Namen der Verstorbenen.

Gedenkstätte Alte Pathologie Wehnen, 2009. Foto: Hedwig Thelen, Gedenkstätte Alte Pathologie Wehnen

Gedenkstätte Alte Pathologie Wehnen, 2009. Foto: Hedwig Thelen, Gedenkstätte Alte Pathologie Wehnen