Gedenkstätte

Seit Mitte der 1950er Jahre kamen Überlebende zu selbstorganisierten Treffen in das Emsland. An den ehemaligen Lagerorten erinnerten damals Friedhöfe und vereinzelt bauliche Überreste an die Vergangenheit.

1985 entstand in Papenburg das von einem Verein eingerichtete Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager mit einer Dauerausstellung. Bis zum Umzug nach Esterwegen 2011 als Kooperationspartner der Stiftung Gedenkstätte Esterwegen wurden hier u.a. Treffen mit Überlebenden organisiert und Bildungsarbeit geleistet.

Als die Bundeswehr in Esterwegen ihr Depot aufgab, das sie seit 1963 auf dem auf dem ehemaligen Lagergelände und in angrenzenden Gebäuden genutzt hatte, übernahm der Landkreis Emsland das Gelände, richtete die Stiftung Gedenkstätte Esterwegen als Trägerin der Einrichtung ein und eröffnete 2011 die Gedenkstätte. Im Besucherzentrum befinden sich die Ausstellung zu den Emslandlagern 1933 – 1945, eine Ausstellung zur Nachgeschichte sowie ein Archiv, eine Bibliothek und Seminarräume. Auf dem ehemaligen Lagergelände wurden nicht mehr sichtbare Teile der Lagertopographie in eine Formensprache übersetzt und die Standorte der früheren Gefangenenbaracken durch „Baumpakete“ visualisiert.

Blick auf die Gedenkstätte Esterwegen mit dem ehemaligen Lagergelände und dem Besucherinformationszentrum (Bildmitte rechts), 4. September 2012. Foto: Stefan Schöning, Stiftung Gedenkstätte Esterwegen

Blick auf die Gedenkstätte Esterwegen mit dem ehemaligen Lagergelände und dem Besucherinformationszentrum (Bildmitte rechts), 4. September 2012. Foto: Stefan Schöning, Stiftung Gedenkstätte Esterwegen