Gedenkstätte

Die Gedenkstätte befindet sich in einem Haus in unmittelbarer Nähe des früheren Lagergeländes. Das sogenannte „Invalidenhäuschen“ war Teil eines Denkmals für den preußischen Offizier Ferdinand von Schill. Ein Konflikt über die Gedenkkultur an diesem Ort, die die Toten des KZ-Außenlagers jahrzehntelang verschwieg, gab Ende der 1990er Jahre Anlass zu einer Neukonzeption. Die Gedenkstätte KZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße wurde im Jahr 2000 mit der Eröffnung des umgestalteten Gebäudes komplettiert. Dieses bietet Raum für das Offene Archiv „Braunschweig – eine Stadt in Deutschland erinnert sich“. Diese Sammlung, die die Hamburger Künstlerin Sigrid Sigurdsson initiierte, lädt Einzelne, Vereinigungen und Institutionen zur Mitwirkung ein. Erinnerungen von Zeitzeug_innen, Dokumente und andere Zeugnisse der Auseinandersetzung mit der Regionalgeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus sind hier zu finden. Der vorhandene Leseraum bietet Platz für Veranstaltungen, pädagogische Angebote und wechselnde Ausstellungen.

Das Offene Archiv bietet eine wachsende Sammlung zur regionalen Geschichte, 2005. Foto: Peter Büschel, Gedenkstätte Schillstraße

Das Offene Archiv bietet eine wachsende Sammlung zur regionalen Geschichte, 2005. Foto: Peter Büschel, Gedenkstätte Schillstraße