Gedenkstätte

Bereits 1945 errichteten Überlebende erste Gedenkzeichen auf dem ehemaligen Lagergelände. 1952 weihte Bundespräsident Theodor Heuss eine parkähnliche Gedenkanlage mit einem Obelisken und einer Inschriftenwand ein. 1966 entstand ein Dokumentenhaus mit einer kleinen Dauerausstellung.

Über Jahrzehnte wechselten sich Phasen der Vernachlässigung mit Zeiten erhöhter Aufmerksamkeit ab. Aktive Erinnerungsarbeit leisteten fast allein die Überlebenden. Sie unternahmen regelmäßig Fahrten nach Bergen-Belsen und organisierten Gedenkveranstaltungen. Erst seit 1987/88 wurde die Gedenkstätte durch die Einrichtung wissenschaftlicher Stellen und eines Besucherdienstes auf eine professionelle Basis gestellt. 1990 folgte die Eröffnung des erweiterten Dokumentenhauses. Kurze Zeit später begannen Jugendliche im Rahmen internationaler Workcamps, bauliche Relikte des ehemaligen Lagers freizulegen.

Mit der Aufnahme der Gedenkstätte in die Förderung des Bundes startete 2001 eine Phase grundlegender Neukonzeption, die den Bau eines Dokumentationszentrums samt Archiv, Bibliothek und ausführlicher Dauerausstellung wie auch Freilegungsarbeiten und landschaftsplanerische Umgestaltungsmaßnahmen umfasste. Die freiräumliche Neukonzeption ist noch nicht abgeschlossen.

Teilnehmer_innen eines Studientages beim Rundgang über das Gelände der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Im Hintergrund das internationale Mahnmal, 27.03.2011. Foto: Katrin Unger, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Teilnehmer_innen eines Studientages beim Rundgang über das Gelände der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Im Hintergrund das internationale Mahnmal, 27.03.2011. Foto: Katrin Unger, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten