Lore Oppenheimer, geb. Pels

aus
1926 ‐ lebt heute in New York

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Aufgewachsen am Goetheplatz in Hannover: Lore und Erwin Pels, um 1935. (Repro LHH – Städtische Erinnerungskultur)

Lore Oppenheimer wurde als Tochter von Josef Jakob Pels (1889 – 1941) und Hertha Pels, geb. Levi (Jg. 1904), am 21. September 1926 in Hannover geboren. Am 15. Dezember 1941 wurde sie zusammen mit der Mutter und dem jüngeren Bruder Erwin (1927-1945) nach Riga deportiert. Bis zur Verlegung in das KZ Stutthof im August 1944 blieb die Kleinfamilie zusammen. Im KZ Stutthof wurde Erwin Pels von Mutter und Schwester getrennt. Er starb am 10. März 1945 im Außenlager Kaufering des KZ Dachau. Die beiden typhuskranken Frauen wurden nach zweimonatigem Todesmarsch am 11. März 1945 befreit.

Die Mutter Hertha Pels wollte keinesfalls nach Deutschland zurück – daher emigrierten Mutter und Tochter in die USA. Lore heiratete den Riga-Überlebenden Leo Oppenheimer (1921–2003). Sie war lange Jahre Präsidentin der 1971 gegründeten Society of Survivors of the Riga Ghetto, Inc. und lebt heute in New York.

In Hannover erinnert seit 2007 auf dem Goetheplatz 4 ein Stolperstein an Josef Jakob Pels und Erwin Pels.

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Lore und Hertha Pels, Amsterdam 1946. (Repro LHH – Städtische Erinnerungskultur)


Landeshauptstadt Hannover – Städtische Erinnerungskultur

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