Biografien

Die Deportationen im Herbst 1941 sind der Auftakt zur endgültigen Vernichtung der jüdischen Gemeinden im Deutschen Reich. Kaum einer der Verschleppten überlebte den Holocaust.

Die Biographien der Opfer aus ganz Nordwestdeutschland zeigen den Prozess der stufenweisen Entrechtung einst angesehener Bürgerinnen und Bürger. Die prägnant gehaltenen Texte beantworten dabei nicht alle Fragen. Sie können aber als Ausgangspunkt für weitere Recherchen vor Ort dienen.

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Auswahl Biografien: Helmstedt

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Carla Mindus

aus
1926 ‐ ?

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Carla Mindus erlebte in der Schule antisemitische Anfeindungen durch die Religionslehrerin. Eine Schulfreundin wurde dadurch stark beeinflusst. Obwohl ihre Eltern nichts gegen die Freundschaft hatten, wollte sie keinen Kontakt mehr zu Carla. Im Alter von 15 Jahren wurde Carla Mindus gemeinsam mit ihrem Vater deportiert. Wann und wo sie starb, ist nicht bekannt.

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Josef Mindus

aus
1886 ‐ ?

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Josef Mindus besaß ein eigenes Textilgeschäft in Helmstedt. Doch der Bürgermeister Curt Drechsler tat alles, um seine Existenz zu vernichten. Bis zur Reichspogromnacht 1938 konnte Josef Mindus dagegen noch Widerstand leisten. Danach ging es jedoch ganz schnell: das Geschäft wurde geschlossen, das Haus zwangsweise verkauft, Josef Mindus wurde zeitweise im KZ Buchenwald inhaftiert. Nach der Deportation verliert sich seine Spur: Zeitpunkt und Ort seines Todes sind nicht bekannt.

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