Biografien

Die Deportationen in die Vernichtungslager bildeten im nationalsozialistischen Deutschland für verschiedene Bevölkerungsgruppen den Abschluss einer radikalisierten Diskriminierung und Entrechtung. Das Ziel war eine nach rassistischen Kriterien „reine Volksgemeinschaft“. Nur wenige der Verschleppten überlebten den Massenmord.

Die Biografien der Opfer aus Nordwestdeutschland zeigen den Prozess der stufenweisen Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Die prägnant gehaltenen Texte beantworten dabei nicht alle Fragen. Sie können aber als Ausgangspunkt für weitere Recherchen vor Ort dienen.

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Auswahl Biografien: Osten (Landkreis Cuxhaven)

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Adolf Leo Philippsohn

aus
1899 ‐ ?
Verfolgt als Jude

philippsohn-web

Adolf Leo Philippsohn war 42 Jahre alt, als er mit seiner Frau Irmgard und der 13jährigen Tochter Anna Luise mit Rucksäcken am 17. November 1941 auf dem Deich zur Schwebefähre über die Oste ging, um zum Bahnhof in Basbeck zu gelangen. Von dort mussten sie nach Bremen fahren zum Sammelplatz für den Transport nach Hamburg und von dort nach Minsk. Die kleine Familie hatte sich am Vorabend noch von ihren Freunden verabschiedet. Wann und wo Adolf Leo Philippsohn, seine Frau und seine Tochter starben, ist nicht bekannt.

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