Biografien

Die Deportationen in die Vernichtungslager bildeten im nationalsozialistischen Deutschland für verschiedene Bevölkerungsgruppen den Abschluss einer radikalisierten Diskriminierung und Entrechtung. Das Ziel war eine nach rassistischen Kriterien „reine Volksgemeinschaft“. Nur wenige der Verschleppten überlebten den Massenmord.

Die Biografien der Opfer aus Nordwestdeutschland zeigen den Prozess der stufenweisen Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Die prägnant gehaltenen Texte beantworten dabei nicht alle Fragen. Sie können aber als Ausgangspunkt für weitere Recherchen vor Ort dienen.

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Auswahl Biografien: Stolzenau (Landkreis Nienburg/Weser)

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Martha Lipmann, geb. Spier

aus
1889 ‐ 1944
Verfolgt als Jüdin

1925-Erichs-Bar-Mitzwah-web

Der Ehemann von Martha Lippmann, Gustav, wurde bei seinem Tod 1926 als angesehener Kaufmann gewürdigt, der zahlreiche öffentliche Positionen bekleidet hatte. Zehn Jahre später waren die drei Kinder des Ehepaares aus Deutschland geflüchtet. Die Emigration von Martha Lipmann scheiterte einen Monat vor ihrer Deportation. Sie wurde 1944 im KZ Stutthof ermordet.

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