Biografien

Die Deportationen in die Vernichtungslager bildeten im nationalsozialistischen Deutschland für verschiedene Bevölkerungsgruppen den Abschluss einer radikalisierten Diskriminierung und Entrechtung. Das Ziel war eine nach rassistischen Kriterien „reine Volksgemeinschaft“. Nur wenige der Verschleppten überlebten den Massenmord.

Die Biografien der Opfer aus Nordwestdeutschland zeigen den Prozess der stufenweisen Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Die prägnant gehaltenen Texte beantworten dabei nicht alle Fragen. Sie können aber als Ausgangspunkt für weitere Recherchen vor Ort dienen.

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Bertha Gröschler

aus
1890 ‐ 1942
Verfolgt als Jüdin

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Bertha Gröschler lebte seit 1938 im jüdischen Altenheim in Varel, weil sie aus psychischen Gründen berufsunfähig war. Im Oktober 1941 brachten Beamte der Staatspolizeistelle Wilhelmshaven sie und fünf weitere Bewohnerinnen und Bewohner des Altenheims zunächst nach Emden. Von dort wurden sie über Berlin in das Ghetto Litzmannstadt (heute: Łódź in Polen) deportiert. Am 29. März 1942 starb sie im „Greisenheim II“ des Ghettos infolge der dort herrschenden Lebensbedingungen.

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