Aktivitäten im Projekt

Modulares Qualifizierungsprogramm „Geschichte ist nicht von gestern: Entrechtung und Menschenrechte in Vergangenheit und Gegenwart“

Das von Mai 2014 bis Mai 2015 durchgeführte Modulare Qualifizierungsprogramm (MPQ) zur menschenrechts-orientierten historisch-politischen Bildung verband unterschiedliche thematische Module und methodische Ansätze aus dem Projekt Entrechtung als Lebenserfahrung.
Es richtete sich an Multiplikator_innen der schulischen und außerschulischen Bildung. Mit den angebotenen Seminaren wurden Inhalte vermittelt, die von den Grundlagen der Menschenrechtsbildung über das historische Lernen zum Nationalsozialismus und Gedenkstättenbesuche bis hin zu aktuellen Themen der Demokratiebildung reichten.

Neben der thematisch-inhaltlichen Ebene wurden Perspektiven der pädagogischen Vermittlung, insbesondere an Jugendliche, diskutiert. Die Teilnehmer_innen lernten interaktive Lehr- und Lernmethoden kennen und konnten diese selbst erproben. Am 7./8. Mai 2015 fand das Abschlussmodul statt.

Einige der für das MQP entwickelten Seminare können auch weiterhin als buchbare Angebote wahrgenommen werden.

Flyer Modulares Qualifizierungsprogramm

 

Kulturelles Begleitprogramm

Das Modulare Qualifizierungsprogramm wurde durch ein gleichnamiges Kulturelles Begleitprogramm ergänzt. Mit Film- und Theateraufführungen und Buchlesungen wurde das vielfältige Themenspektrum des Qualifizierungsprogramms in die Öffentlichkeit getragen und einem breiten Publikum näher gebracht.

Flyer Kulturelles Begleitprogramm

 

Im Rahmen des Modularen Qualifizierungsprogramms wurde am 9. Mai 2014 das Veranstaltung „Menschenrechte und Menschenrechtsbildung“ in Celle durchgeführt. Das Seminar zielte darauf, den Teilnehmer_innen ein grundlegendes Wissen über die Menschenrechte zu vermitteln und sie für die Thematik zu sensibilisieren. Damit verbunden war auch die Frage, welche Rolle die Verbrechen im Nationalsozialismus im Hinblick auf ein gegenwartsbezogenes Menschenrechtslernen spielen. Foto: Katja Seybold, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Im Rahmen des Modularen Qualifizierungsprogramms wurde am 9. Mai 2014 das Veranstaltung „Menschenrechte und Menschenrechtsbildung“ in Celle durchgeführt. Das Seminar zielte darauf, den Teilnehmer_innen ein grundlegendes Wissen über die Menschenrechte zu vermitteln und sie für die Thematik zu sensibilisieren. Damit verbunden war auch die Frage, welche Rolle die Verbrechen im Nationalsozialismus im Hinblick auf ein gegenwartsbezogenes Menschenrechtslernen spielen. Foto: Katja Seybold, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Transnationales Fachkräfteprogramm „Historisch-politische Bildung und Menschenrechtslernen in Gedenkstätten zur Erinnerung an Massengewaltverbrechen“

Kooperation zwischen den Gedenkstätten Bergen-Belsen, Auschwitz-Birkenau (Polen) und der Gedenkstätte für die Opfer politischer Repressionen, dem Gulag-Museum Perm-36 (Rußland). Mit dem zwischen März 2014 und Februar 2015 laufenden Programm wollten die drei kooperierenden Gedenkstätten eine Plattform bieten, um zu zeigen und zu diskutieren, wie Menschenrechtsfragen an Orten von Massengewaltverbrechen des 20. Jahrhunderts mit jungen Menschen thematisiert werden können.

Ausschreibung transnationales Fachkräfteprogramm

 

Peer-Education „Fight for your rights“

Entlang des Ansatzes der Peer-Education wurden Jugendliche und junge Erwachsene zu Multiplikator_innen im Feld der menschenrechtsorientierten historisch-politischen Bildung ausgebildet und bei der Entwicklung und Umsetzung eigener Projektideen begleitet. Ab Frühjahr 2013 lief dieses Teil-Projekt unter dem Titel „Fight for your Rights – Menschenrechte gestern und heute“ in Kooperation mit der Berufsbildenden Schule III in Celle.

Flyer “Fight for your rights”

 

Abschlussveranstaltung Neue Ansätze für die historisch-politische Bildung zum Nationalsozialismus

Ergebnisse und Reflexionen aus zwei Projekten der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Wie kann geschichtlich fundierte und zugleich gegenwarts-orientierte Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus gestaltet werden? Dieser Frage gingen die Projekte Entrechtung als Lebenserfahrung und Menschen achten – Rechte verstehen in den letzten Jahren nach. Das Praxisforum am 14. Juli 2015 bot  Gelegenheit, gemeinsam die Ergebnisse und Erfahrungen zu reflektieren. Die in beiden Projekten entwickelten Seminarangebote und Materialien für die Arbeit an Gedenkstätten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen wurden dabei exemplarisch vorgestellt. Anhand der Beispiele wurde diskutiert, welche Impulse daraus für die pädagogische Arbeit von KZ-Gedenkstätten und die Zusammenarbeit mit Schulen erwachsen können. In welchem Wechselverhältnis stehen Erinnerungsarbeit, historisches Lernen und aktuelle gesellschaftspolitische Diskurse? Und wie ertragreich ist der Ansatz der Menschenrechtsbildung in diesem Zusammenhang? Zum Abschluss der Tagung gab es ein Podiumsgespräch mit Projektbeteiligten zu diesen Fragen.

Veranstaltungsflyer