Workshop

Roma und Sinti in Bergen-Belsen – Geschichten von Verfolgung, Erinnerung und Aufarbeitung

Workshop mit Daniel Seifert und Katja Seybold

Der Workshop richtet sich an Personen, die sich für das Thema Sinti und Roma in Geschichte und Gegenwart interessieren.
Im Rahmen der Veranstaltung setzen sich die Teilnehmenden mit der Verfolgungsgeschichte während des Nationalsozialismus sowie Kontinuitäten der Ausgrenzung nach 1945 bis heute auseinander: Wie kamen Angehörige der Gruppe nach Bergen-Belsen? Wie gestaltete sich ihr Leben unter den extremen Bedingungen im Konzentrationslager? Wie sind Überlebende von Bergen-Belsen mit ihren Lagererfahrungen umgegangen?

Die Teilnehmer_innen besuchen die Dauerausstellung und das historische Lagergelände und nähern sich anhand verschiedener Quellen dem Leben und Schicksal der Betroffenen. Ein Blick soll dabei ebenso auf die gegenwärtige Situation von Roma und Sinti gerichtet werden.

Zum Hintergrund: Ab 1944 kamen Sinti und Roma in das Konzentrationslager Bergen-Belsen, darunter überdurchschnittlich viele Kinder. Die meisten von ihnen hatten bereits mehrere Jahre der Verfolgung hinter sich und waren der Ermordung knapp entgangen. Bergen-Belsen war für die Mehrzahl der Roma und Sinti der letzte Ort der Verfolgung. Auch nach Kriegsende waren sie Opfer von Ausgrenzung und Diskriminierung. In der deutschen Gesellschaft war lange Jahre kaum jemand bereit, sich mit dem Schicksal der Sinti und Roma zu beschäftigen. Größere öffentliche Aufmerksamkeit erlangten sie mit einer internationalen Gedenkkundgebung 1979 auf dem ehemaligen Lagergelände in Bergen-Belsen.

Ihre Anmeldung für den Workshop nehmen wir gerne bis Mittwoch, den 26. Februar 2018 unter veranstaltung.bergen-belsen@stiftung-ng.de oder unter Tel. +49 (0) 5051 – 47 59-0 entgegen.

Die Teilnahme ist kostenlos und erfordert keine besonderen Vorkenntnisse. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen