Historische Fotografien in der Bildungsarbeit in Bergen-Belsen

 

In der Gedenkstätte Bergen-Belsen sind historische Fotos ein wichtiger Bestandteil in der Bildungsarbeit und werden in Form von sogenannten Quellenblättern eingesetzt. Diese sind nach einem einheitlichen Muster aufgebaut: Die Vorderseite zeigt die Fotografie. Bei dem hier gezeigten Beispiel handelt es sich um eine Aufnahme aus dem Kriegsgefangenenlager Oerbke aus dem Jahre 1941.

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Die Rückseite des Quellenblattes enthält weiterführende Informationen sowie eine ausführliche Quellenangabe.

 

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In der Bildungsarbeit gibt es mehrere Einsatzmöglichkeiten. Welcher Einsatz gewählt wird, ist davon abhängig, wie groß die Gruppe ist, wie viel Zeit für den Besuch zur Verfügung steht und welcher thematische Schwerpunkt gewählt wurde.

Ein Beispiel für den Einsatz historischer Fotos ist die Methode des assoziativen Bildereinstiegs, der wiederum je nach Gruppe und Zeit variierbar ist. Anhand der Fotografien werden die Teilnehmer_innen dazu motiviert, Fragen zu formulieren. Was ist auf der Fotografie zu sehen? Wer könnte das Foto aufgenommen haben? Warum wurde das Foto aufgenommen?

Je nach Kenntnisstand der Teilnehmenden einer Bildungsveranstaltung fallen die Antworten auf diese Fragen sehr unterschiedlich aus. Bei dieser Methode geht es jedoch nicht um eine reine Wissensabfrage, was den Teilnehmer_innen vorher deutlich gemacht werden sollte. Beim assoziativen Bildereinstieg geht es nicht um richtig oder falsch, gleichwohl sollten die Inhalte der Fotografien zu einem bestimmten Zeitpunkt benannt werden.