Fortbildung

Verfolgung von Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus

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Fortbildung für schulische Multiplikator_innen und Studienreferendar_innen.

Eine Kooperationsveranstaltung der Gedenkstätten Bergen-Belsen und Ahlem.

Sinti und Roma sind eine in Deutschland anerkannte nationale Minderheit, über die viele Bilder, Stereotype und (Vor-)Urteile bestehen. Etlichen Menschen ist jedoch nicht viel über deren Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus, ihre Ausgrenzung und Entrechtung in der Zeit davor und danach sowie von ihrem Leben und Kampf um Anerkennung bekannt. In aktuellen Schulbüchern werden Sinti und Roma zumeist als eine von den Nationalsozialisten aus rassistischen Gründen verfolgte Gruppe erwähnt, zum Gegenstand der unterrichtlichen Thematisierung von Verfolgung und Rassismus werden sie jedoch selten. Die Fortbildungsveranstaltung zur Geschichte der Verfolgung von Sinti und Roma will Lehrerinnen und Lehrer anhand von Lernmaterialien auf dieses Thema aufmerksam machen und für das Thema sensibilisieren.

Der aktuelle Anlass für diese Fortbildungsveranstaltung ist die 75. Wiederkehr des Datums der Deportation von etwa 23.000 Sinti und Roma auch aus Norddeutschland in das sogenannte Zigeuner-Familienlager in Auschwitz-Birkenau. Die allermeisten Sinti und Roma wurden bis zur Auflösung dieses Lagerteils Anfang August 1944 in den Gaskammern ermordet, wurden Opfer der Lebens- und Arbeitsverhältnisse oder von pseudomedizinischen Menschenversuchen.

Die Ausgrenzung und Verfolgung der Sinti und Roma begann aber schon viel früher. Sie bestand aus einer Vielzahl von das Leben einschränkenden und gesellschaftlich ausgrenzenden Maßnahmen – auch schon vor 1933 … und nach 1945 erging es ihnen nicht viel besser.

Referenten: Reinhold Baaske, Andreas Mischok, Christian Wolpers

Ihre Anmeldungen senden Sie bitte bis Donnerstag, den 5. Februar 2018 unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Anschrift und ggf. der Institution, für die Sie tätig sind oder ihrer Fächerkombinationen, verbindlich an veranstaltung.bergen-belsen@stiftung-ng.de.

Programm
10 – 10.30 Uhr: Begrüßung, Programmvorstellung
10.30 – 11.30 Uhr: Einführung in die Ausgrenzung und Verfolgung von Sinti und Roma in der Vergangenheit. Gespräch mit einer Sintizza zu Leben und Kultur von Sinti in der Gegenwart
11.30 – 12.45 Uhr: Vorstellung der Bildungsmaterialien: Formen der Geschichtsvermittlung, Bestandteile des Materials, Einsatzmöglichkeiten
12.45 – 13.30 Uhr: Individuelle Mittagspause
13.30 – 15.30 Uhr: Kennenlernen der Gedenkstätte Ahlem nebst Bildungsangeboten
15.30 – 16 Uhr: Abschluss und Ausblick

Flyer

Kontakt: Gedenkstätte Bergen-Belsen, Bildung und Begegnung, Anne Frank Platz, 29303 Lohheide, Tel.: 05051 – 47 59-0