Film

„Wessen Feind?“ Auf den Spuren französischer Kriegsgefangener

Dokumentarfilm (Teil 1 : MARIN), 2014, 71 Min., Regie: Annelie Klother-Kropp/Walter Kropp

Marin Bresson (98), Bauernsohn und Nachbar der Filmemacher in Südfrankreich, erinnert sich an seine Kriegsgefangenschaft in Deutschland. Nach seinem Tod suchen die Filmemacher seine Spuren in Ostfriesland. Sie stoßen auf Hindernisse: lange Zeit war das Thema tabu – weil man niemanden belasten wollte? Aber jetzt wollen viele Menschen etwas „loswerden“. Mit leuchtenden Augen erzählen sie von französischen Kriegsgefangenen, die für manche Brüder und Väter ersetzten. Aber wenn sie über Nazi-Lehrer und die Gestapo reden, ist ihre alte Angst noch spürbar. Erst nach langen Recherchen finden die Filmemacher Menschen, die sich an MARIN erinnern, den Ort des Lagers und den Hof, auf dem er gearbeitet hat. Die Bäuerinnen sollen freundlich und respektvoll mit ihm umgegangen sein.
Die Ereignisse von vor 70 Jahren wirken immer noch nach. Die Suche hat einiges aufgewirbelt. Wie wird das Geschehene heute verarbeitet? Was wird erinnert? Was wird vergessen?

Eine Veranstaltung im Rahmen der deutsch-französischen Sonderausstellung „Regards croisés – Prisonniers ici et là-bas“. In Kooperation mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Stade

Ort: Gedenkstätte Lager Sandbostel, Greftstr. 5, 27446 Sandbostel, Seminarraum im Ausstellungsgebäude

www.stiftung-lager-sandbostel.de

Foto: Standbild aus dem Trailer zu „Wessen Feind?“auf Vimeo.com (https://vimeo.com/150702276)