Vortrag Zeitzeugengespräch

8. Wolfenbütteler Gedenkstättenforum

Familie Mehm um 1920; Archiv der ehemaligen Berthold-Mehm-Stiftung

Die Verfolgung der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus aus biografischer Perspektive – Der Fall Berthold Mehm

Die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel lädt zum 8. Wolfenbütteler Gedenkstättenforum ein:

Lange Zeit blieb die Verfolgung der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus ein von Forschung und Gesellschaft wenig beachtetes Thema. Das Gedenkstättenforum widmet sich dieser Thematik nun aus einer regionalgeschichtlichen und biografischen Perspektive. Im Zentrum steht an diesem Abend das Schicksal des Hildesheimer Baumeisters Berthold Mehm, der 1937 als „Bibelforscher“ im Strafgefängnis inhaftiert war. Im Gespräch mit dessen Enkel Berthold Mehm jr. wird auch die neueste Publikation „Hildesheimer Ernste Bibelforscher / Zeugen Jehovas von ihren Anfängen bis 1945“ von Birgit Jürgens vorgestellt.

Einführend spricht Dr. Detlef Garbe von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zum Thema: „Heilsgewissheit und Glaubenstreue. Der Ertrag biografischer Forschungen für das Verstehen des Widerstands der Zeugen Jehovas gegen den Nationalsozialismus.“