Vortrag

Der Weg zu Generalplan Ost und Massenmord

Vortrag von Prof. Dr. Dieter Pohl

Der „Generalplan Ost“, der von deutschen Planungseliten um die Jahreswende 1941/42 entwickelt wurde, sah die Vertreibung von 31 Millionen Menschen im polnisch-baltisch-sowjetischen Raum vor und setzte bereits die Ermordung aller Juden voraus. Diese Planungen stehen zwar in  engem Zusammenhang mit dem deutsch-sowjetischen Krieg seit 1941, beruhten jedoch auch auf älteren Diskursen.

Im Vortrag soll nicht nur die Entwicklung solcher Konzepte in der deutschen Geschichte nachgezeichnet werden, sondern auch ihre Radikalisierung im Kontext der Vernichtungspolitik, die bereits mit dem Krieg gegen Polen 1939 einsetzte. Krieg, Besatzung und Massenmord formten die  „Raumplanung“, die schließlich zu welthistorisch beispiellosen Ausmaßen eskalierte.

Dieter Pohl ist Professor für Zeitgeschichte an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Eine Veranstaltung der Region Hannover, Gedenkstätte Ahlem