Lesung

Hollywood und Bergen-Belsen – die unbekannte Geschichte von Marlene Dietrich und ihrer Schwester

Lesung mit Heinrich Thies

Zwischen diesen zwei Schwestern lagen Welten: Während Marlene Dietrich im Zweiten Weltkrieg amerikanische Soldaten unterhielt, betrieb ihre Schwester Elisabeth mit ihrem Mann in Bergen-Belsen ein Kino für Wehrmachtsoldaten und SS-Leute. Die eine sagte den Nazis den Kampf an, die andere ordnete sich brav unter. Nach 1945 verlor die weltberühmte Diva in der Öffentlichkeit nie wieder ein Wort über ihre Schwester. Marlene tilgte Elisabeth aus ihrer Biografie und schwieg darüber bis an ihr Lebensende. Trotzdem unterstützte sie Elisabeth und hielt heimlich Kontakt zu ihr. Die beiden führten einen umfangreichen Briefwechsel, nannten sich »Liesel« und »Pussycat«.

Heinrich Thies zitiert in seiner fesselnden Doppelbiographie aus diesen noch nie veröffentlichten Briefen und vielen anderen Originaldokumenten. Dabei fängt er die besondere Verbindung der ungleichen Schwestern erzählerisch ein – eine Beziehung im Schatten der Weltgeschichte, ein Familiendrama zwischen Hollywood und Bergen-Belsen.

Heinrich Thies, geboren 1953 im niedersächsischen Hademstorf, ist Journalist und Autor zahlreicher Biografien und Romane. Bei Hoffmann und Campe erschienen u. a. Geh aus, mein Herz, und suche Freud (2001) und Wenn Hitler tot ist, tanzen wir (2004).

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Veranstaltungsprogramm der Gedenkstätte Ahlem im 2. Halbjahr 2018