Vortrag

Religiöse Praxis im Stalag X B und Hilfsbemühungen von Vatikan und YMCA

Mann Mauer

Vortrag von Andreas Ehresmann, Gedenkstätte Lager Sandbostel


Religiöse Praxis war in Kriegsgefangenenlagern grundsätzlich erlaubt. Es gab unterschiedliche nationale und religiöse Gruppen, die Gottesdienste, Sonntagsmessen, Firmungen und seelsorgerische Betreuung der Gefangenen organisierten. Unterstützt wurden sie dabei von internationalen Hilfsorganisationen, wie dem YMCA (Christlicher Verein Junger Männer). Der Vatikan agierte hingegen aus der Distanz und richtete bereits 1939 ein Büro ein, das Daten zu Kriegsgefangenen aus allen Lagern sammelte. Wie genau sich die Religionsausübung als ein zentraler Aspekt kultureller Praxis im Lager verstehen
lässt und inwieweit sich hier Differenzen zwischen den unterschiedlichen nationalen Gruppen herausarbeiten lassen, wird im zweiten Teil des Vortrags  betrachtet. Abschließend wird am Beispiel mehrerer Sakralräume genauer auf die Ausstattung und ikonografische Gestaltung eingegangen.

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Halbjahresprogramm Juli bis Dezember 2019