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Schritte zur Erinnerung – NS-Verfolgte aus den Benelux-Ländern im Zuchthaus Hameln 1942–1945

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Diese Ausstellung ist den 871 Männern aus den Benelux-Staaten gewidmet, die als Gefangene während des Zweiten Weltkriegs im Zuchthaus Hameln einsitzen mussten. Sie waren zumeist Widerstandskämpfer. Wegen der dramatisch verschlechterten Haftbedingungen nach 1943 und der Todesmärsche, auf die sie 1945 beim Herannahen der Alliierten vorzugsweise geschickt wurden, sind unter ihnen überproportional viele Opfer (insgesamt 220) zu beklagen.

Jedes einzelne Haftschicksal brachte Angehörigen und Freunden Ungewissheit und Leid. Angehörige, deren Ehemann, Sohn oder Vater nicht in die Heimat zurückkehrte, litten ihr Leben lang unter dem Verlust. Nicht selten war die Suche nach einem Grab vergebens. Viele Familien blieben mit diesem Verlust allein. Von deutscher Seite kam kein noch so kleines Zeichen des Bedauerns.

Der Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln hat über viele Jahre Kontakte zu ehemaligen Gefangenen und Nachkommen in der Haft verstorbener Gefangener in den Benelux-Staaten aufgebaut. Die Ausstellung, die exemplarische Häftlingsschicksale zeigt, wurde durch Bernhard Gelderblom und Mario Keller-Holte erarbeitet.

Eröffnung: Mi 24.4.2019 | 19 Uhr
Einführung: Bernhard Gelderblom, Hameln

Vortrag: Di 7.5.2019 | 19 Uhr
Bernhard Gelderblom: Das Zuchthaus Hameln in der NS-Zeit

Faltblatt

Eine Veranstaltung des Stadtarchivs Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.
Das Projekt „Benelux-Bürger im NS-Zuchthaus Hameln“ wurde vom Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ der EU und der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Celle unterstützt.