Thematische Führung

Sinti und Roma in Bergen-Belsen und der bis heute anhaltende Kampf um Anerkennung und Wiedergutmachung

Transparent mit dem Motto der Gedenkfeier und Kundgebung zur Erinnerung an den Völkermord an den Sinti und Roma in der Gedenkstätte Bergen-Belsen, 27. Oktober 1979. Foto: Uschi Dresing

Thematischer Rundgang mit Katja Seybold durch die Dauerausstellung und über das ehemalige Lagergelände

Vor 40 Jahren, am 27. Oktober 1979 fand in Bergen-Belsen die erste internationale Gedenkfeier und Großkundgebung zur Erinnerung an den Völkermord an den Roma und Sinti statt. Unter dem Motto „In Auschwitz vergast, bis heute verfolgt“ erinnerten etwa 2.000 Teilnehmer_innen an die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und forderten zugleich die Beendigung der Diskriminierung und der Einschränkung der Bürgerrechte ein. Die Veranstaltung leistete einen wichtigen Beitrag zum Entstehen der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma.

Zum Hintergrund: Ab 1944 kamen Roma und Sinti in das Konzentrationslager Bergen-Belsen, darunter überdurchschnittlich viele Kinder. Die meisten hatten bereits mehrere Jahre der Verfolgung hinter sich und waren der Ermordung knapp entgangen. Bergen-Belsen war für die Mehrzahl der letzte Ort der Verfolgung.

Der Rundgang nimmt die Verfolgungsgeschichte während des Nationalsozialismus in den Blick und thematisiert Kontinuitäten der Ausgrenzung nach 1945 bis heute.