Zeitzeugengespräch

Vor 80 Jahren: Die „Kindertransporte“ nach England

Ein Gespräch mit dem Zeitzeugen Keith Stuart

Mehr als 10.000 jüdische Kinder aus Deutschland, Österreich, Polen und der Tschechoslowakei konnten 1938 und 1939 mit den sogenannten Kindertransporten nach England in Sicherheit gebracht werden. Die von britischen jüdischen Kreisen und Hilfsorganisationen durchgeführte Rettungsaktion lief bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im September 1939. Viele dieser Kinder sahen ihre Eltern nie wieder.

Keith Stuart, geboren 1925 in einer jüdischen Familie in Berlin, kam im Juli 1939 mit einem Kindertransport nach England und lebte dort in einer Pflegefamilie. Er trat in die britische Armee ein und landete 1944 mit den alliierten Truppen in der Normandie. Im April 1945 war er in Celle stationiert und besuchte das befreite KZ Bergen-Belsen. Seine Mutter überlebte den Holocaust, der Vater kam um.

Keith Stuart, der seit den 1960er Jahren wieder in Deutschland lebt, berichtet aus seinen Erinnerungen. Einen Einführungsvortrag hält Dr. Thomas Rahe, das Gespräch moderiert Diana Gring.

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Bergen-Belsen