Fortbildung Vortrag

Vor achtzig Jahren: Das Pogrom in der Region Braunschweig

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Lerntag anlässlich des Jahrestags des Novemberpogroms 1938

Einen lokalen Vergleich ermöglicht eine Nachmittagsveranstaltung anlässlich des Jahrestags des Novemberpogroms 1938 in der Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße in Braunschweig: Mit drei Beiträgen werden die Vorgänge in Braunschweig, Bad Harzburg und in Gifhorn vorgestellt.

Frank Ehrhardt umreißt die Entwicklung seit dem ersten Warenhaussturm in Braunschweig bis in das Jahr 1938 und interessiert sich vor allem für die Beteiligten am Prozess der beruflichen und sozialen Verdrängung der Juden. Markus Weber berichtet über Bad Harzburg, das seit dem 19. Jahrhundert als Kurort auch von jüdischen Gästen gerne besucht wurde. Folgerichtig wurden ein Hotel und eine Pension Ziel von SS- und SA-Leuten am 10. November, wo jüdische Inhaber und Gäste in „Schutzhaft“ genommen wurden. Dr. Manfred Grieger wendet sich am Beispiel der Landstadt Gifhorn dem Schicksal der dort lebenden Juden und sogenannter „Mischlinge“ zu. Aber auch die Selbstermächtigung kommunaler Stellen bei der Radikalisierung der Verfolgung kommt zur Sprache.

Wegen der begrenzten Zahl der Sitzplätze ist eine telefonische Anmeldung unter 0531 / 2702565 oder als Email an gedenkstaette.schillstrasse@braunschweig.de erforderlich.

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