Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945

Eine Wanderausstellung der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Zum Inhalt

In den letzten Kriegswochen eskalierten die NS-Verbrechen – nun nicht mehr im vermeintlich fernen „Osten“, sondern inmitten der deutschen Gesellschaft. Anfang April 1945, als sich von Westen her die US-Armee näherte, räumte die SS das KZ Mittelbau-Dora im Harz. In aller Hast verlud sie 40.000 Häftlinge in Viehwaggons oder trieb sie zu Fuß Richtung Norden. Etwa die Hälfte der Transporte endete im KZ Bergen-Belsen. Tausende Häftlinge, die ihre Befreiung schon vor Augen hatten, wurden während der Todesmärsche ermordet. Nach dem Krieg bemühten sich die Alliierten, die während der Todesmärsche begangenen Verbrechen aufzuklären. Die meisten Deutschen hingegen lehnten eine Auseinandersetzung mit dem Thema ab.

Die 2015 zum 70. Jahrestag der Lagerbefreiungen erarbeitete Ausstellung verdeutlicht das Ausmaß der Gewalt während der Todesmärsche, und sie zeigt, dass die Verbrechen in aller Öffentlichkeit begangen wurden. Zudem thematisiert sie das „Kasernenlager“ in Bergen-Hohne, das im April 1945 zur Unterbringung der Häftlinge aus Mittelbau-Dora als Nebenlager des KZ Bergen-Belsen genutzt wurde. Später befand sich hier das größte jüdische DP-Camp Deutschlands.

Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen:
Teil 1 thematisiert die Räumung des KZ Mittelbau und die Transporte in die Heide, im zweiten Teil werden die Ankunft in Bergen-Belsen, die Befreiung, das Leben im befreiten „Kasernenlager“ und der Umgang der deutschen Gesellschaft mit den Gräbern entlang der Todesmarschrouten geschildert.

Infos für Leihnehmer

Die Ausstellung „Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945“ ist als Wanderausstellung konzipiert.

 

Bestandteile:

  • 2 Banner Prolog/Epilog ca. 2 x 2 m
  • 10 Ausstellungstische teils mit zusätzlichen vertikalen Elementen und Videomonitoren; insgesamt ca. 3o laufende Meter.
  • 1 Geländemodell Bergen-Belsen ca. 1,50 m x 1 m

 

Flächenbedarf:

Für die Ausstellung wird eine Fläche von ca. 200 m² benötigt.

 

Beleuchtung:

Die Ausstellung verfügt nicht über eigene Beleuchtungselemente, bedarf aber nur normaler Raumbeleuchtung

 

Transport:

Die Ausstellung wird für den Transport in Kisten verpackt. Als Transportfahrzeug wird ein 7,5-t- Fahrzeug benötigt (vorzugsweise mit Ladebühne).

 

Kosten:

Gebührenfrei ausleihbar. Entleiher haben lediglich die Kosten für den Transport und die Versicherung zu tragen.

 

Katalog:

Begleitend zur Ausstellung ist ein deutschsprachiger Katalog erschienen:
Jens-Christian Wagner und Regine Heubaum (Hg.): „Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945“, Wallstein Verlag Göttingen 2015 (ISBN 978-38353-1713-0)

 

Kontakt:

Gedenkstätte Bergen-Belsen
Anne-Frank-Platz
29303 Lohheide

Tel.: +49 (0)5051-4759200

veranstaltungen@stiftung-ng.de