Veranstaltungen

Aktionstage, Lesungen, Tagungen, Gedenkfeiern... Hier finden sich Veranstaltungen von Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen in Niedersachsen.

Antiziganismus – ein blinder Fleck in unserer Gesellschaft!? – Gemeinsam gegen Diskriminierung und für mehr Teilhabe

Erfahrungen austauschen – Perspektiven wechseln – erste Handlungsoptionen diskutieren

Allgemeine Informationen der Veranstaltung

Di, 21. Juni 2022 - 14:00

Veranstaltungsort:

CD-Kaserne Celle
Halle 13
Hannoversche Str. 30b
29221 Celle

Antiziganismus ist eine aktuelle, historisch gewachsene und eigenständige Form des Rassismus gegen Sinti_zze und Roma_nja. Seine bislang radikalste Ausprägung war der staatlich organisierte Genozid im Nationalsozialismus.

Antiziganismus stellt ein massives gesamtgesellschaftliches Problem in Deutschland und Europa dar. So lautet das Resümee des Berichts der Unabhängigen Kommission Antiziganismus, der vom Deutschen Bundestag in Auftrag gegeben und  2021 veröffentlicht wurde. Neben abwertenden Einstellungen in der Bevölkerung äußert sich Antiziganismus auch häufig durch diskriminierende Praktiken auf institutioneller Ebene. Über ein Bewusstsein für individuelle antiziganistische Denk- und Handlungsmuster hinaus fordert die Kommission deshalb dringend einen grundlegenden Perspektivwechsel, der die strukturellen Ursachen des Problems in den Blick nimmt.

Vor diesem Hintergrund laden das Junge Forum gegen Antiziganismus als Selbstorganisation der Sinti_zze und Roma_nja in Celle, die Kompetenzstelle gegen Antiziganismus der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und die Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen zu einem Fachaustausch ein, in dessen Fokus die folgenden Fragen stehen:

  • Wie funktioniert Antiziganismus? Womit sind Menschen konfrontiert, die Antiziganismus erleben und auf welche Barrieren stoßen sie?
  • Wie erleben Menschen aus der Gruppe ihre Situation in unterschiedlichen Lebensbereichen?
  • Wie werden Sinti_zze und Roma_nja wahrgenommen?
  • Was leisten Selbstorganisationen, um die Betroffenen zu unterstützen und um zu vermitteln?
  • Wo finden Personen, die mit Sinti_zze und Roma_nja arbeiten Weiterbildungs- und Beratungsangebote in Stadt und Landkreis Celle?

Programm:

Nach einem kurzen Impuls zum Bericht der Unabhängigen Kommission findet ein moderiertes Gespräch mit verschiedenen Akteur_innen der Bildungs- und Beratungsarbeit statt. Im Anschluss können sich die Teilnehmer_innen untereinander besser kennenlernen und gemeinsam mit den Referent:innen ausgewählte Themen vertiefen.

14.00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung des Fachaustauschs durch die Veranstalter:innen und Axel Flader, Landrat des Landkreises Celle (angefragt)

14.15 – 14.30 Uhr
Kurzimpuls – Der Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus und seine Bedeutung für die kommunale Ebene
Daniel Tonn, Kompetenzstelle gegen Antiziganismus (Celle)

14.30 – 15.30 Uhr
Podiumsdiskussion mit Maik Claasen, Junges Forum gegen Antiziganismus (Celle), Sorusch Ebrahimi, diversu e.V. – Antidiskriminierungsstelle (Lüneburg), Bernd Grafe-Ulke, Kompetenzstelle gegen Antiziganismus (Celle)
Moderation: Sabrina Rahimi, Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen (Hannover)

15.30 – 16.00 Uhr
Pause

16.00 – 16.45 Uhr
Austausch und Netzwerkaufbau in thematischen Kleingruppen

16.45 – 17.15 Uhr
Erkenntnisse und Überlegungen aus den Kleingruppen

17.15 – 17.30 Uhr
Ausklang und Ausblick

Programm:

Download Faltblatt

Anmeldung:

Ihre verbindliche Anmeldung mit Angabe Ihres Namens, Ihrer Anschrift und Telefonnummer sowie der Institution, für die Sie tätig sind, senden Sie bitte bis 14. Juni 2022 per E-Mail an projekt.koga@stiftung-ng.de

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 30 begrenzt.

Zielgruppen:

Der Fachtag richtet sich primär an Menschen in Stadt und Landkreis Celle aus folgenden Bereichen:

  • kommunale Verwaltung und Behörden
  • Soziale Arbeit
  • Polizei und Justiz
  • Bildung
  • Weitere relevante Bereiche, z. B. Beratungseinrichtungen, Medien

Covid:

Die Veranstalter_innen bitten alle Teilnehmer_innen, trotz des Wegfalls von Zugangsbeschränkungen, sich freiwillig und rechtzeitig vor der Veranstaltung auf SARS-CoV-2 zu testen und während des gesamten Besuchs die üblichen Hygieneregeln und Abstände zu anderen Besucher_innen einzuhalten. Wenn sie Symptome einer CoViD-19 Erkrankung oder einer anderen Atemwegsinfektion haben, verzichten Sie bitte auf eine Teilnahme. Weitere Informationen erhalten Sie gegebenenfalls rechtzeitig vor der Veranstaltung.

Verpflegung:

Es werden Kalt- und Heißgetränke sowie eine Auswahl kalter Speisen in Snackform zur Verfügung gestellt.

Nähere Informationen zu den Veranstalter_innen finden Sie hier:

> Junges Forum gegen Antiziganismus
> Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen
> Kompetenzstelle gegen Antiziganismus (KogA)