Ausstellungseröffnung

„Kinder im KZ Bergen-Belsen“

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Eröffnung der Sonderausstellung der Gedenkstätte Bergen-Belsen in der Gedenkstätte Ravensbrück

Im KZ Bergen-Belsen befanden sich unter den inhaftierten rund 120.000 Menschen aus fast allen europäischen Ländern auch mindestens 3.500 Kinder unter 15 Jahren. Damit gehörte Bergen-Belsen zu den NS-Konzentrationslagern mit einer der höchsten Anzahl an Kindern. Die meisten waren jüdisch, andere gehörten zur Gruppe der Sinti und Roma oder waren zusammen mit ihren Müttern für die Zwangsarbeit inhaftiert worden. Auch zahlreiche Geburten im KZ Bergen-Belsen sind belegt. Die beiden jüngsten Häftlinge, die am 15. April 1945 befreit wurden, waren einen Tag alt. Die Sonderausstellung dokumentiert einen wenig bekannten Teil der NS-Verfolgungsgeschichte. Sie stellt die verschiedenen Gruppen und Verfolgungswege von Kindern im KZ Bergen-Belsen anhand von Einzelschicksalen vor und skizziert, insbesondere mit Ausschnitten aus lebensgeschichtlichen Videointerviews, die spezifischen Lebensbedingungen und Verhaltensformen der Kinder.

Die Ausstellung wird in der Gedenkstätte Ravensbrück bis zum 10. Februar 2019 gezeigt, anschließend ist sie in der Pädagogischen Hochschule in Zürich zu sehen.

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